Tutzinger Studien zur Politik (Nomos-Verlag)

Publikationen


Die Schriftenreihe reflektiert den Auftrag der Akademie. Sie will mit wissenschaftlichem Anspruch und zugleich in allgemeinverständlicher Form Veränderungen in den politischen und gesellschaftlichen Ordnungen analysieren und für einschlägige Reformideen sensibilisieren. Der Fokus liegt insbesondere auf den sich wandelnden inneren Funktionsbedingungen von Demokratien, ihren ideengeschichtlichen Grundlagen und den Konstellationen einer sich neu ausrichtenden globalen Ordnung. Die Tutzinger Studien sollen Bürgern Einblicke und Wissen vermitteln und dazu befähigen, politische Zusammenhänge nicht nur besser zu verstehen, sondern aktiv an der Mitgestaltung von Gesellschaft und politischer Ordnung teilzuhaben. Die Schriftenreihe richtet sich neben politisch und politikwissenschaftlich interessierten Lesern nicht zuletzt an die vielfältigen Multiplikatoren der politischen Bildung.


Sebastian Bukow / Uwe Jun / Jörg Siegmund (Hrsg.)
Parteien in Bewegung

Tutzinger Studien zur Politik, Band 20
Baden-Baden 2021, Nomos, 239 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-8461-5
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Politische Bewegungen unterschiedlichster Ausrichtung verzeichnen jüngst in vielen Demokratien starken Zulauf und zu Teilen beachtliche Wahlerfolge. Ihre vitale gesellschaftliche Verankerung, ihre beteiligungs- und aktionsfokussierte Organisation, ihre zugespitzte bis populistische Themensetzung scheint für viele Menschen von besonderer Strahlkraft. Damit setzen sie die etablierten Parteien unter Druck, die vielfach als personell, strukturell und inhaltlich wenig attraktiv wahrgenommen werden. Und doch sind und bleiben Parteien in der Demokratie systemrelevant, etwa als verlässliches, dauerhaftes Scharnier zwischen Gesellschaft und staatlichen Institutionen sowie für den demokratischen Wettbewerb um Themen und Konzepte. Die Beiträge in diesem Buch fragen unter anderem, wie es um das Verhältnis von Parteien und Bewegungen bestellt ist und wie die etablierten Parteien mit dem Erwartungs- und Veränderungsdruck umgehen, der aus dem Erfolg des Organisationsmodells »Bewegung« entsteht. Dazu bietet der Band mittels fundierter Analysen Einblicke in Entwicklungen in Deutschland und Europa. Mit Beiträgen von Deniz Anan, Daniela Braun, Sebastian Bukow, Anna-Sophie Heinze, Alexander Hensel, Benjamin Höhne, Uwe Jun, Danny Michelsen, Teresa Nentwig, Jörg Siegmund und Simon Stratmann.
Ursula Münch / Christoph Klein / Carolin Ruther / Jörg Siegmund (Hrsg.)
Kranke Kinder haben Rechte!
Bilanz des 1. Deutschen Kindergesundheitsgipfels

Tutzinger Studien zur Politik, Band 19
Baden-Baden 2021, Nomos, 204 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-7791-4
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Die Kindermedizin hat in den vergangenen 200 Jahren enorme Erfolge erzielt. Doch in einem Gesundheitssystem, das zunehmend auf Effizienz und Optimierung ausgerichtet ist, werden die Bedürfnisse und Rechte von Kindern oft übergangen. Dazu zählen Aspekte der Krankenhausarchitektur ebenso wie die nötigen Ressourcen, um Kindern die Zeit zu schenken, die sie brauchen. Auch die Begegnung auf Augenhöhe und die Achtung ihrer partizipativen Rechte wird oft vernachlässigt. Im politischen Diskurs und in den Medien finden die Besonderheiten der Kindermedizin ebenfalls kaum Widerhall. Die aktuellen Herausforderungen bei der Behandlung kranker Kinder standen im Fokus des 1. Deutschen Kindergesundheitsgipfels. Vertreter aller deutschen Universitätskinderkliniken diskutierten mit Staatsrechtlern, Ethikern und Experten aus Kinderrechts- und Patientenorganisationen, wie die Situation der Kindermedizin verbessert und kranken Kindern zu ihrem Recht auf eine umfassende Versorgung verholfen werden kann. Der vorliegende Band dokumentiert die auf dem Kongress diskutierten Beiträge. Mit Beiträgen von Thomas Bergmann, Doris Bühler-Niederberger, Stefan Burdach, Klaus-Michael Debatin, Florian Eckert, Benedikt Keil, Christoph Klein, Paul Kirchhof, Thomas Klingebiel, Thomas Lücke, Jörg Maywald, Ursula Münch, Annette Mund, Charlotte Niemeyer,   Sabrina Oppermann, Antonia Pelshenke, Annika Reinersmann, Carolin Ruther, Pia Sailer, Helmut Schiffer,  Karin Schmidt, Jörg Siegmund und Klaus-Peter Zimmer.
Ursula Münch / Andreas Kalina (Hrsg.)
Demokratie im 21. Jahrhundert
Theorien, Befunde, Perspektiven

Tutzinger Studien zur Politik, Band 18
Baden-Baden 2020, Nomos, 446 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-6903-2
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Wo die Demokratie noch vor der Jahrtausendwende einen weltweiten Siegeszug zu erleben schien, steht sie heute massiv unter Druck: als real existierende Herrschaftsform, aber auch als theoretisches und normatives Konzept. Die Coronakrise verdeutlicht und beschleunigt diese Entwicklungen. Die Gründe sind vielfältig. Sie liegen vor allem in den grundlegenden Veränderungen in Staat und Gesellschaft im Angesicht der großen Transformationen – allen voran der Globalisierung, der Digitalisierung, der Migration, des Klimawandels und nicht zuletzt der Pandemie. Der Band analysiert den Wandel sowie die Krisenerscheinungen der Demokratie im 21. Jahrhundert. Er identifiziert dabei zum einen den Handlungsbedarf und fragt zum anderen nach zeitgemäßen Reformoptionen und Perspektiven für Politik, politische Kommunikation und politische Bildung. Mit Beiträgen von Ulrich von Alemann, Bernd Becker, Frank Brettschneider, Frank Decker, Claudio Franzius, Georg Paul Hefty, Andreas Kalina, Helmut Klages, Uwe Kranenpohl, Pola Lehmann, Linus Leiten, Dirk Lüddecke, Thomas Metz, Ursula Münch, Ursula Alexandra Ohliger, Veronika Ohliger, Rainer-Olaf Schultze, Peter Seyferth, Hans Vorländer, Uwe Wagschal, Thomas Waldvogel und Samuel Weishaupt.
Michael Spieker / Christian Hofmann (Hrsg.)
Integration
Teilhabe und Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft

Tutzinger Studien zur Politik, Band 17
Baden-Baden 2020, Nomos, 268 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-7680-1
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»Integration« wird auf vielfache Weise ausgesagt, doch nie als etwas, das gleichgültig wäre. Stets geht es um die Integration von etwas oder jemandem in ein größeres Gebilde. Dabei bezeichnet sie sowohl den Vorgang wie den Zustand: Sie stellt eine Ganzheit her und sie stellt sie dar. Integration sichert die Kohäsion von Gesellschaften, sie sichert deren Problemlösungsfähigkeit und steht für umfassende Teilhabe. Doch ist damit erst eine Aufgabe und keineswegs schon eine Erklärung gegeben. Vielfältig sind die damit verbundenen Fragen und impliziten Voraussetzungen: Was ist das für ein Gebilde, in das Integration stattfindet? Wird etwas integriert oder integriert es sich? Gibt es notwendige Grundlagen, die einer gesellschaftlichen Integration von Individuen vorangehen müssen? Was ist das Integrierte, wenn Integration stattgefunden hat? Welcher Zustand ist gegeben, wenn Integration nicht stattfindet? Wie lässt sich der Prozess der Integration als Bewegung beschreiben, wer bewegt sich dabei? Und nicht zuletzt: Verbindet sich mit der Sache der Integration ein Sollen und ist sie plan- beziehungsweise verhinderbar? Beiträge aus Philosophie, Soziologie und Politologie, Rechts- und Erziehungs- sowie Migrations- und Religionswissenschaft beleuchten die normativen Grundlagen und die empirische Situation der Integration in Deutschland. Mit Beiträgen von Elif Alp-Marent, Micha Brumlik, Manuel Dieterich, Aladin El-Mafaalani, Andreas Funke, Sonja Haug, Christian Hofmann, Wolfgang Kaschuba, Gertrude Lübbe-Wolff, Julian Nida-Rümelin, Boris Nieswand, Simon Schmidbauer, Christian Schwaabe, Michael Spieker, Krassimir Stojanov, Dietrich Thränhardt, Annette Treibel und Bernhard Uhde.
Ursula Münch / Ralph Mocikat / Siegfried Gehrmann / Jörg Siegmund (Hrsg.)
Die Sprache von Forschung und Lehre
Lenkung durch Konzepte der Ökonomie?

Tutzinger Studien zur Politik, Band 16
Baden-Baden 2020, Nomos, 231 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-6111-1
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Internationales wissenschaftliches Arbeiten erzieht in besonderer Weise zu kultureller Toleranz, gedanklicher Offenheit und Neugier. Unbestritten ist, dass die Wissenschaft vom mehrsprachigen interkulturellen Austausch profitiert. Gleichwohl dominiert die »Weltsprache Englisch« seit einiger Zeit nahezu alle strategisch wichtigen Bereiche gesellschaftlichen Denkens und Handelns. Auch in der Wissenschaft sind andere Sprachen aus zahlreichen Disziplinen fast verschwunden. Die Asymmetrie zugunsten der Hegemonialsprache Englisch könnte nicht nur mit wichtigen Chancen, sondern auch mit erheblichen Risiken verbunden sein, zu denen beispielsweise ein beschränkter Erkenntnisgewinn, eine Verflachung des wissenschaftlichen Austausches, die Ausgrenzung bei gesellschaftlicher Wissensteilhabe und die Begünstigung rein marktorientierter Erkenntnisinteressen zählen. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Sammelband der Frage, ob und wie sehr eine zunehmende Dominanz unternehmerischer Kategorien in der Wissenschaftskultur mit der Uniformierung allen wissenschaftlichen Sprechens zusammenhängt. Mit Beiträgen von Pavo Barišić, Jutta von Campenhausen, Thomas Corsten, Hermann H. Dieter, Peter L. W. Finke, Siegfried Gehrmann, Hans Goebl, Christoph Koch, Thomas Loew, Ralph Mocikat, Gerhard Müller, Richard Münch, Ursula Münch, Olga Rösch, Eva Schlotheuber, Cornelia Schu, Jörg Siegmund, Johannes Singhammer, Ulrich Steinbach, Winfried Thielmann und Günter-Ulrich Tolkiehn.
Heinrich Oberreuter (Hrsg.)
Praeceptor Germaniae
Thomas Mann und die politische Kultur der Deutschen

Tutzinger Studien zur Politik, Band 3
Baden-Baden 2019, Nomos, 204 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7214-1
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Zum »Praeceptor Germaniae« ist Thomas Mann über die Zeiten geworden. Dabei war auch er der deutschen Krankheit verfallen, Geist und Politik auseinanderzurücken, ehe er sich mit der Demokratie arrangierte. Republikanische Vernunft galt ihm nun als intellektuelle Kraft gegen gewaltbereite Radikalität. Diese Wende trug ihm Verfolgung und Heimatlosigkeit ein. Seine Wege zur Republik und ins Exil, sein Kampf gegen die Diktatur und sein Einfluss auf Politik und Kultur im geteilten Deutschland werden in diesem Band anschaulich. Mit Beiträgen von Manfred Görtemaker, Thomas Gut, Helmut Koopmann, Horst Möller, Heinrich Oberreuter, Julia Schöll, Hans-Rudolf Vaget, Georg Wenzel, Ruprecht Wimmer und Hans Wißkirchen.
Lukas D. Herr / Marcus Müller / Anja Opitz / Jürgen Wilzewski (Hrsg.)
Weltmacht im Abseits
Amerikanische Außenpolitik in der Ära Donald Trump

Tutzinger Studien zur Politik, Band 15
Baden-Baden 2019, Nomos, 341 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-5945-3
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Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA hat die Weltöffentlichkeit überrascht und Beunruhigung ausgelöst. Trumps America-First-Rhetorik hatte bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2016 die Sorge vor einer radikalen Präsidentschaft genährt. Vor allem der politische und moralische Führungsanspruch der USA, der als Grundlage mit jener liberalen Weltordnung verbunden war, die die Weltmacht seit dem Zweiten Weltkrieg mitaufgebaut hatte, scheint in Frage gestellt. Der Band untersucht, welche gesellschaftlichen, institutionellen und internationalen Faktoren für die Außen- und Sicherheitspolitik der USA in der Ära Trump verantwortlich gemacht werden können, nach innen wie nach außen. Mit Beiträgen von Hakan Akbulut, Florian Böller, Andreas Falke, Gerlinde Groitl, Steffen Hagemann, Lukas D. Herr, Gerhard Mangott, Marcus Müller, Sonja Thielges, Charlotte Unger und Jürgen Wilzewski
Michael Spieker / Sebastian Schwenzfeuer / Benno Zabel (Hrsg.)
Sittlichkeit
Eine Kategorie moderner Staatlichkeit?

Tutzinger Studien zur Politik, Band 14
Baden-Baden 2019, Nomos, 273 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-3167-1
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Die Aufsätze des Bandes leisten einen Beitrag zur Debatte über die Relevanz des Hegelschen Sittlichkeitsbegriffs. Sie nehmen verschiedene Begriffe, Argumentationsmuster und Lösungsvorschläge von Hegels Rechtsphilosophie auf, testen deren Gegenwartstauglichkeit und zeichnen Rezeptionslinien nach. Im Zentrum stehen dabei neben dem Gehalt des Sittlichkeitstheorems und der Geschichtlichkeit sittlicher Lebensformen sowohl Personenbegriff, Bildungsidee wie Komplexität des zentralen Freiheitgedankens bei Hegel, aber auch die Perspektive der bürgerlichen Gesellschaft und die Reichweite und Aktualität der Sittlichkeitssemantik. Mit Beiträgen von Christiane Bender, Thomas Sören Hoffmann, Christian Hofmann, Christian Krijnen, Wolfgang Schild, Christian Schmidt, Steffen Schmidt, Sebastian Schwenzfeuer, Michael Spieker, Pirmin Stekeler-Weithofer und Benno Zabel.
Hans-Jürgen Papier / Ursula Münch / Gero Kellermann (Hrsg.)
Föderalismus
Der deutsche Bundesstaat in der Europäischen Union

Tutzinger Studien zur Politik, Band 13
1. Auflage, Baden-Baden 2018, Nomos, 135 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-4859-4
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Die Bundesstaatlichkeit prägt Deutschland wie kein zweites Strukturprinzip und ist tief in der deutschen Geschichte verankert. Die Beiträge des Bandes diskutieren aus verschiedenen Blickwinkeln Bewährtes und Reformbedarf, nicht zuletzt vor dem Hintergrund zunehmender Kompetenzverlagerung auf die europäische Ebene.
Andreas Kalina / Friedrich Krotz / Matthias Rath / Caroline Roth-Ebner (Hrsg.)
Mediatisierte Gesellschaften
Medienkommunikation und Sozialwelten im Wandel

Tutzinger Studien zur Politik, Band 12
1. Auflage, Baden-Baden 2018, Nomos, 253 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-5005-4
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Die zunehmende Bedeutung der Medien, der digitalen Kommunikation und der globalen Vernetzung wird öffentlich zwischen Alarmismus und Heilserwartung diskutiert. Der Band bietet demgegenüber auf Basis der Mediatisierungstheorie eine kritische Bestandaufnahme des medialen und sozialen Wandels in mediatisierten Gesellschaften.
Volker Benkert (Hrsg.)
Feinde, Freunde, Fremde?
Deutsche Perspektiven auf die USA

Tutzinger Studien zur Politik, Band 11
1. Auflage, Baden-Baden 2018, Nomos, 350 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-3168-8
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Gleichgültig war Amerika den Deutschen nie. Die USA galten als Inbegriff des "wohlwollenden Hegemons" und waren Aufhänger von zahlreichen Feindbildern. Sie wurden als kulturelle Fremdlinge bewundert oder verdammt. Aber leidenschaftslos oder statisch waren die deutschen Perspektiven kaum. Historiker, Politikwissenschaftler, Amerikanisten, Sozial- und Literaturwissenschaftler zeigen in diesem Band, dass die USA oft zugleich Freund, Feind und fremd waren. Austausch, Anpassung und Ablehnung existierten in Deutschland nicht selten nebeneinander. Die versammelten Blicke auf die USA reichen von romantischen Amerikabildern der Nachkriegszeit über Amerikanisierung und Antiamerikanismus der 1970er- und 1980er-Jahre bis hin zu den Anschlägen vom 11. September 2001 und die jüngste Vergangenheit. Mit Beiträgen von Alex Alvarez, Volker Benkert, Franz Eder, Moritz Fink, Axel Fischer, Crister S. Garrett, Katharina Gerund, Konrad H. Jarausch, Daniel Kosthorst, Marita Krauss, Stefanie Kunze, Jan Logemann, Heide Reinhäckel, Maren Roth, Rolf Steininger und Frank Usbeck.
Florian Böller / Steffen Hagemann / Anja Opitz / Jürgen Wilzewski (Hrsg.)
Die Zukunft der transatlantischen Gemeinschaft
Externe und interne Herausforderungen

Tutzinger Studien zur Politik, Band 10
1. Auflage, Baden-Baden 2017, Nomos, 349 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-4476-3
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Trotz zahlreicher Konflikte insbesondere nach dem Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die transatlantische Gemeinschaft als robust und anpassungsfähig gegenüber neuen Sicherheitslagen, externen Bedrohungen und internen Herausforderungen erwiesen. Immer wieder ist es den Partnern gelungen, Krisen zu bearbeiten und zu bewältigen. Die Sicherheitsgemeinschaft verfügt, so die grundlegende These des Bandes, über gemeinsame Normen und Institutionen, die dabei helfen, die notwendigerweise auftretenden Konflikte konstruktiv bearbeiten zu können. Die Weiterentwicklung von Normen wie auch die Stärkung institutioneller Ressourcen zeugen von einem kontinuierlichen Wandel, der jedoch stets neu herausgefordert wird – nicht zuletzt in der Ära Trump. Die Beiträge des Bandes liefern vor diesem Hintergrund durchaus unterschiedliche Befunde über die Grundlagen und Handlungsfähigkeit der transatlantischen Sicherheits-, Werte- und Wohlfahrtsgemeinschaft. Mit Beiträgen von Florian Böller, Tobias Bunde, Andreas Falke, Gerlinde Groitl, Steffen Hagemann, Lukas D. Herr, Dr. Sebastian Mayer, Marcus Müller, Christian Nünlist, Bernhard Stahl, Sonja Thielges, Welf Werner und Jürgen Wilzewski.
Michael Spieker / Krassimir Stojanov (Hrsg.)
Blidungsphilosophie
Disziplin – Gegenstandsbereich – Politische Bedeutung

Tutzinger Studien zur Politik, Band 9
1. Auflage, Baden-Baden 2017, Nomos, 362 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-0584-9
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Der Band diskutiert Grundbegriffe und normative Orientierungen von Bildungspolitik und pädagogischem Handeln. Damit die Bildungsphilosophie den Raum der philosophischen Reflexion über bildungspolitische und pädagogische Grundsatzfragen bildet, muss sie ihre eigene disziplinäre Identität klären und ihren Standort zwischen "allgemeiner" Philosophie, diversen anderen philosophischen Teildisziplinen und den Bildungs- und Erziehungswissenschaften bestimmen. Dem ist der erste Teil des Bandes gewidmet. Der zweite Teil demonstriert, mit welchen Themen und methodischen Zugängen sich bildungsphilosophische Erkundungen befassen. Dabei werden zentrale epistemologische und wissenschaftstheoretische Fragestellungen von Bildungsforschung und praktischer Pädagogik aufgegriffen sowie das bildungsphilosophische Gedankengut "klassischer" Autoren rekonstruiert. Schließlich finden sich im dritten Teil des Bandes Aufsätze zu aktuellen Fragestellungen von Bildungspolitik und politischer Bildung aus philosophischen Perspektiven.
Michael Spieker / Arne Manzeschke (Hrsg.)
Gute Wissenschaft
Theorie, Ethik und Politik

Tutzinger Studien zur Politik, Band 5
1. Auflage, Baden-Baden 2017, Nomos, 232 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-0584-9
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Nach guter Wissenschaft zu fragen ist mehr als ein selbstbezügliches Spiel eben dieser Wissenschaft. Der Erwartungsdruck, dass Wissenschaft angesichts des Problemdrucks moderner Gesellschaften Erleichterungen, Verbesserungen, wenn nicht gar Lösungen liefern möge, ist unverkennbar. Umgekehrt ist die Wissenschaft zunehmend bereit, ihre Themen, Methoden und Erkenntnisschritte einem breiteren Publikum als nur der jeweiligen Fachöffentlichkeit zu vermitteln. Die Annäherung von Wissenschaft und Gesellschaft führt im Idealfall zu einem Relevanzgewinn der Wissenschaft in der Öffentlichkeit und zur Demokratisierung ihrer Methoden und Erkenntnisse bzw. des von ihr definierten Erkenntnisinteresses. Auch eine besser informierte, weniger von Vorurteilen und unrealistischen Erwartungen bestimmte Öffentlichkeit könnte daraus resultieren. Mit Beiträgen von Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Martin Fuß, Stephanie Herresthal, Christoph Hubig, Clemens Kauffmann, Anette Leßmöllmann, Arne Manzeschke, Eva Odzuck, Thomas Ott, Ingrid Schneider und Michael Spieker.
Hans-Jürgen Papier / Ursula Münch / Gero Kellermann (Hrsg.)
Freiheit und Sicherheit
Verfassungspolitik, Grundrechtsschutz, Sicherheitsgesetze

Tutzinger Studien zur Politik, Band 8
1. Auflage, Baden-Baden 2016, Nomos, 158 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-2136-8
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Der friedenssichernde, rechtsgebundene und machtbegrenzte Staat moderner Prägung sieht sich mit neuartigen Herausforderungen für die innere Sicherheit konfrontiert. Technische Entwicklungen und globale Vernetzung führen zu Neujustierungen des Verhältnisses von Freiheit und Sicherheit. Das Grundgesetz verlangt dabei von Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung eine ständige Rückbesinnung auf die zu verteidigenden Freiheitsrechte. Angesichts qualitativ neuer Bedrohungen ist es eine große politische und rechtliche Aufgabe, angemessene Abwägungen zu treffen. „Gleichwohl dürfen bei der Ausbalancierung von Freiheit und Sicherheit die Gewichte nicht grundlegend verschoben werden“ (Hans-Jürgen Papier). Der Band vereint die Beiträge der Premiere der Tagungsreihe „Forum Verfassungspolitik“ an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Er dokumentiert Sichtweisen einschlägig befasster Vertreter aus Theorie und Praxis. Mit Beiträgen von Hans-Jürgen Papier, Wolfgang Hoffmann-Riem, Harald Range, Hans-Georg Maaßen, Heinrich Amadeus Wolff, Peter Schaar, Thomas von Danwitz und Matthias Rossi.
Ursula Münch / Eike-Christian Hornig / Uwe Kranenpohl (Hrsg.)
Direkte Demokratie
Analysen im internationalen Vergleich

Tutzinger Studien zur Politik, Band 7
Baden-Baden 2014, Nomos, 279 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7916-4
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Alle Macht den Bürgern? Die Diskussion um mehr politische Beteiligungsrechte wird in Fachwelt und Öffentlichkeit intensiv geführt. Doch neben die großen Hoffnungen, die mit der Forderung nach mehr direkter Demokratie verknüpft sind, treten auch warnende Stimmen, die auf ernüchternde Erfahrungen verweisen. Der Band präsentiert internationale Forschungsergebnisse über die Funktionsweise direkter Demokratie und liefert dabei umfassende empirische Antworten zu den Vor- und Nachteilen direktdemokratischer Verfahren auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
Studien Politik APB Tutzing
Ursula Münch / Uwe Kranenpohl / Henrik Gast (Hrsg.)
Parteien und Demokratie
Innerparteiliche Demokratie im Wandel

Tutzinger Studien zur Politik, Band 6
1. Auflage, Baden-Baden 2014, Nomos, 203 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-1201-1
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Parteien stehen im 21. Jahrhundert vor erheblichen Herausforderungen: Sinkende Mitgliederzahlen und schwindendes öffentliches Vertrauen verweisen auf die gesellschaftlichen Legitimationsprobleme westlicher Parteien. Dies wirft die Frage auf, mit welchen innerparteilichen Reformen Parteien hierauf reagieren können. Der Tagungsband vereint Beiträge, die unterschiedliche Probleme, Entwicklungen und Lösungsansätze in zumeist vergleichender Perspektive diskutieren. Im Fokus stehen unter anderem innerparteiliche Urwahlen, Reformen der Kandidatenrekrutierung und „Liquid Democracy“. Mit Beiträgen von Sebastian Bukow, Martin Delius, Klaus Detterbeck, Nicolai Dose, Henrik Gast, Patrick Horst, Uwe Kranenpohl, Ursula Münch, Ed Turner, Elmar Wiesendahl und Daniel Wigbers.
Michael Spieker (Hrsg.)
Der Sozialstaat
Fundamente und Reformdiskurse

Tutzinger Studien zur Politik, Band 4
1. Auflage, Baden-Baden 2012, Nomos, 305 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7215-8
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Der Sozialstaat dient der Freiheit, die ohne Gerechtigkeit nicht realisierbar ist. Wie der Staat als solcher ist er ein konkretes Allgemeines. Er ist weder das Ergebnis von Sonderinteressen noch von zentralistischer Normierung. Wird das Allgemeine nur noch als abstrakt vorgestellt, fehlt dem Sozialstaat seine Basis. Das gilt umso mehr, wenn sich das Verständnis tragender Begriffe verändert; wenn es beispielsweise als sozial gilt, für sich selbst zu sorgen und als unsozial, Solidarität in Anspruch zu nehmen, oder wenn der Markt nicht mehr nur als effizient, sondern darüber hinaus auch als gerecht angesehen wird. Angesichts neuer Herausforderungen, etwa durch veränderte Familienstrukturen und Arbeitswelten ist es unerlässlich, sich stets von Neuem die Begründung der Sozialstaatlichkeit zu vergegenwärtigen. Daher beleuchtet der Band aus philosophischer, soziologischer, ökonomischer, juristischer und politikwissenschaftlicher Perspektive Begründungen und Herausforderungen des Sozialstaats. Mit Beiträgen von Antonio Brettschneider, Inga Fuchs-Goldschmidt, Rolf Gröschner, Richard Hauser, Manuel Knoll, Klaus Kraemer, Albrecht Müller, Ursula Münch, Frank Nullmeier, Michael Spieker, Ulrich Thielemann, Markus Vogt, Martina Wegner und Stefanie Wahl.
Stefan Köppl / Uwe Kranenpohl (Hrsg.)
Konkordanzdemokratie
Ein Demokratietyp der Vergangenheit?

Tutzinger Studien zur Politik, Band 2
1. Auflage, Baden-Baden 2012, Nomos, 444 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7066-6
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Das Ordnungsmodell der Konkordanzdemokratie hat sich seit den 1960er Jahren als gleichwertiger Idealtyp neben der Westminsterdemokratie im wissenschaftlichen Diskurs etabliert. Allerdings schwächen sich konkordanzdemokratische Arrangements seitdem deutlich ab – das gilt sogar für den „Paradefall“ Schweiz –, oder scheinen sogar weitgehend erodiert zu sein. Dennoch gehört konsensorientiertes Handeln in vielen Ländern weiterhin zum Verhaltensrepertoire der Akteure, und konkordante Strukturen werden immer wieder als Instrumente der Konfliktdämpfung in heterogenen Gesellschaften gesehen. Der Band untersucht in Fallstudien und vergleichenden Analysen, wie sich einerseits die klassischen Konkordanzdemokratien entwickelt haben. Andererseits werden seit den 1990er Jahren Konkordanzstrukturen aber auch als Option zur Befriedung multiethnischer Gesellschaften angesehen. Durchgehende Themen sind außerdem die Ursachen der Veränderungen sowie daraus folgenden Anpassungsprozesse unter gewandelten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Mit Beiträgen von Matthijs Bogaards, Roland Czada, Simon Fink, Thorsten Gromes, Mario Hirsch, Eike-Christian Hornig, Ondøej Kalina, Sören Keil, Jörg Kemmerzell, Gebhard Kirchgässner, Stefan Köppl, Uwe Kranenpohl, Gerhard Lehmbruch, Elisabeth Musch, Carsten Quesel, Dirk Rochtus, Roland Sturm, Christian Thuselt, Peter van Dam, Adrian Vatter und David Wineroither.
Heinrich Oberreuter
Republikanische Demokratie
Der Verfassungsstaat im Wandel

Tutzinger Studien zur Politik, Band 1
1. Auflage, Baden-Baden 2012, Nomos, 516 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7213-4
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Die parlamentarische Demokratie steht in allen Bereichen vor neuen Herausforderungen, die eine neue und intensive Beschäftigung mit ihren Grundlagen, Funktionen und bestimmenden Kräften erfordern. Der Band versammelt Beiträge zu Grundlagen des Verfassungsstaats und Parlamentarismus. Unter der Leitfrage der aktuellen Herausforderungen an die parlamentarische Demokratie spannen die aktualisierten Beiträge einen weiten thematischen Bogen, der von Staatsgrundlagen über politische Kultur, Opposition und Streitkultur bis zu Föderalismus und Machtdynamiken im politischen System der USA reicht.