Tutzinger Studien zur Politik

Publikationen


Die Schriftenreihe reflektiert den Auftrag der Akademie und will mit wissenschaftlichem Anspruch, didaktisch fundiert und in allgemeinverständlicher Form Veränderungen in den politischen und gesellschaftlichen Ordnungen analysieren und für einschlägige Reformideen sensibilisieren. Ihr Fokus gilt gleichermaßen den sich wandelnden inneren Funktionsbedingungen von Demokratien wie auch den Konstellationen im Rahmen einer sich nach dem Ende des Ost-West-Konflikts neu ausrichtenden globalen Ordnung. Neben dem politisch wie politikwissenschaftlich interessierten Leser richten sich die Studien vor allem an die vielfältigen Multiplikatoren der politischen Bildung. Sie sollen Bürgern Einblicke und Wissen vermitteln und sie mithin dazu befähigen, politische Zusammenhänge nicht nur besser zu verstehen, sondern auch aktiv an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft und politischer Ordnung teilzuhaben.


Michael Spieker / Arne Manzeschke (Hrsg.)
Gute Wissenschaft
Theorie, Ethik und Politik

Tutzinger Studien zur Politik, Band 5
Baden-Baden 2017, Nomos, 232 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-0584-9
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Wissenschaft diente immer schon Zwecken, die jede Epoche anders definierte. Die modernen Lebenswissenschaften zielen auf Erkenntnis und Gestaltung der natürlichen Lebensbasis. Wechselwirkungen mit Gesellschaft und Politik bestimmen sie dabei. Der Band beleuchtet diesen Prozess und fragt, wie Wissenschaft im umfassenden Sinne gut sein kann.
Hans-Jürgen Papier / Ursula Münch / Gero Kellermann (Hrsg.)
Freiheit und Sicherheit
Verfassungspolitik, Grundrechtsschutz, Sicherheitsgesetze

Tutzinger Studien zur Politik, Band 8
Baden-Baden 2016, Nomos, 158 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-2136-8
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Die Balance von Freiheit und Sicherheit betrifft das Selbstverständnis und die Grundordnung des Gemeinwesens. Vor dem Hintergrund qualitativ neuer Bedrohungen stellen Vertreter aus Theorie und Praxis ihre Sichtweisen dar und diskutieren moderne Sicherheitsgesetze und den Schutz der Privatsphäre. Der Band vereint die Beiträge der Premiere der Tagungsreihe „Forum Verfassungspolitik“ an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing.
Ursula Münch / Eike-Christian Hornig / Uwe Kranenpohl (Hrsg.)
Direkte Demokratie
Analysen im internationalen Vergleich

Tutzinger Studien zur Politik, Band 7
Baden-Baden 2014, Nomos, 279 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7916-4
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Alle Macht den Bürgern? Die Diskussion um mehr politische Beteiligungsrechte wird in Fachwelt und Öffentlichkeit intensiv geführt. Doch neben die großen Hoffnungen, die mit der Forderung nach mehr direkter Demokratie verknüpft sind, treten auch warnende Stimmen, die auf ernüchternde Erfahrungen verweisen. Der Band präsentiert internationale Forschungsergebnisse über die Funktionsweise direkter Demokratie und liefert dabei umfassende empirische Antworten zu den Vor- und Nachteilen direktdemokratischer Verfahren auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
Studien Politik APB Tutzing
Ursula Münch / Uwe Kranenpohl / Henrik Gast (Hrsg.)
Parteien und Demokratie
Innerparteiliche Demokratie im Wandel

Tutzinger Studien zur Politik, Band 6
Baden-Baden 2014, Nomos, 203 Seiten
ISBN-13: 978-3-8487-1201-1
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Parteien stehen im 21. Jahrhundert vor erheblichen Herausforderungen: Sinkende Mitgliederzahlen und schwindendes öffentliches Vertrauen verweisen auf die gesellschaftlichen Legitimationsprobleme westlicher Parteien. Dies wirft die Frage auf, mit welchen innerparteilichen Reformen Parteien hierauf reagieren können. Der Tagungsband vereint Beiträge, die unterschiedliche Probleme, Entwicklungen und Lösungsansätze in zumeist vergleichender Perspektive diskutieren. Im Fokus stehen unter anderem innerparteiliche Urwahlen, Reformen der Kandidatenrekrutierung und »Liquid Democracy«.
Michael Spieker (Hrsg.)
Der Sozialstaat
Fundamente und Reformdiskurse

Tutzinger Studien zur Politik, Band 4
Baden-Baden 2012, Nomos, 305 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7215-8
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Der Sozialstaat dient der Freiheit, die ohne Gerechtigkeit nicht realisierbar ist. Wie der Staat als solcher ist er ein konkretes Allgemeines. Er ist weder das Ergebnis von Sonderinteressen noch von zentralistischer Normierung. Wird das Allgemeine nur noch als abstrakt vorgestellt, fehlt dem Sozialstaat seine Basis. Das gilt umso mehr, wenn sich das Verständnis tragender Begriffe verändert; wenn es beispielsweise als sozial gilt, für sich selbst zu sorgen und als unsozial, Solidarität in Anspruch zu nehmen, oder wenn der Markt nicht mehr nur als effizient, sondern darüber hinaus auch als gerecht angesehen wird.
Angesichts neuer Herausforderungen, etwa durch veränderte Familienstrukturen und Arbeitswelten ist es unerlässlich, sich stets von Neuem die Begründung der Sozialstaatlichkeit zu vergegenwärtigen. Daher beleuchtet der Band aus philosophischer, soziologischer, ökonomischer, juristischer und politikwissenschaftlicher Perspektive Begründungen und Herausforderungen des Sozialstaats.
Stefan Köppl / Uwe Kranenpohl (Hrsg.)
Konkordanzdemokratie
Ein Demokratietyp der Vergangenheit?

Tutzinger Studien zur Politik, Band 2
Baden-Baden 2012, Nomos, 444 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7066-6
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Die Frage, wie Demokratie als Herrschaftsform konkret zu verwirklichen ist, ist ebenso alt wie die Idee der Demokratie selbst. Die jeweiligen Umsetzungsformen unterscheiden sich nicht nur mit Blick auf die Dimensionen Legitimität, Transparenz, Effektivität und Effizienz, sondern gerade auch mit Blick darauf, wie Konflikte geregelt werden. Zwei Grundtypen der Konfliktregelung lassen sich für liberale Demokratien unterscheiden: Während in so genannten Konkurrenz- oder Mehrheitsdemokratien vom Typ „Westminstermodell“ Konflikte durch Mehrheitsentscheid und Parteienwettbewerb entschieden werden, bemüht man sich in einer Konkordanzdemokratie, Konflikte vor allem durch Verhandlung, Kompromiss und Proporz zu lösen. Auf Mehrheitsentscheidungen kann aber auch die Konkordanzdemokratie letztlich nicht verzichten.
Da die Entscheidungsmechanismen einer Konkordanzdemokratie die Möglichkeit des Minderheitenschutzes schaffen und es erlauben, zum Beispiel konfessionelle oder sprachliche Gruppen in die Gesellschaft zu integrieren, eignen sie sich vor allem für durch tiefe Konfliktlinien segmentierte Gesellschaften. Doch der Preis für die integrierende und konfliktbefriedende Wirkung der konkordanzdemokratischen Vorkehrungen ist hoch: Die Dominanz der Eliten und vor allem die Schwerfälligkeit der Entscheidungsprozesse ist offensichtlich. Dennoch besitzen konkordante Arrangements Charme. Das zeigt nicht allein das Beispiel Schweiz. Auch die Tatsache, dass viele Mehrheitsdemokratien konkordanzdemokratische Elemente aufweisen, zeugt davon, dass sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten dieses Demokratiemodells lohnt.
Der vorliegende Band geht auf eine Fachtagung an der Akademie für Politische Bildung zurück. Mit dieser Publikation dokumentieren wir den Stand der Forschung und wollen die weitere Diskussion anregen.
Heinrich Oberreuter
Republikanische Demokratie
Der Verfassungsstaat im Wandel

Tutzinger Studien zur Politik, Band 1
Baden-Baden 2012, Nomos, 516 Seiten
ISBN-13: 978-3-8329-7213-4
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Die parlamentarische Demokratie steht in allen Bereichen vor neuen Herausforderungen, die eine neue und intensive Beschäftigung mit ihren Grundlagen, Funktionen und bestimmenden Kräften erfordern. Der Band versammelt aktualisierte Beiträge zu Grundlagen des Verfassungsstaats und Parlamentarismus. Unter der Leitfrage der aktuellen Herausforderungen an die parlamentarische Demokratie spannen die aktualisierten Beiträge einen weiten thematischen Bogen, der von Staatsgrundlagen über politische Kultur, Opposition und Streitkultur bis zu Föderalismus und Machtdynamiken im politischen System der USA reicht.

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Dr. Thomas Schölderle
Tel: 08158 / 256-26
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