Tutzinger Schriften zur politischen Bildung

Publikationen


Mit den „Tutzinger Schriften zur politischen Bildung“ eröffnete die Akademie im Jahr 2009 eine neue Reihe, die einzelne Themenbereiche fachwissenschaftlich durchdringen, ihre Bedeutung für die politische Bildung aufzeigen und Hinweise für die praktische Umsetzung in Bildungsprozessen geben sollte. Die Bücher der Reihe können über die Homepage des Wochenschau-Verlages oder über den Buchhandel bestellt werden.


Ursula Münch / Armin Scherb / Walter Eisenhart / Michael Schröder (Hrsg.)
Politische (Urteils-)Bildung im 21. Jahrhundert
Herausforderungen, Ziele, Formate

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, Band 9
Schwalbach/Ts. 2015, Wochenschau, 308 Seiten
ISBN-13: 978-3-7344-0190-9
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Die Warnsignale sind unübersehbar: Die Wahlbeteiligung sinkt auf allen Ebenen, Parteien und Verbände verlieren ihre Mitglieder. Größer werdende Teile der Bevölkerung wenden sich von der Politik ab. Radikalisierung und Extremismus nehmen zu. Das fehlende Wissen über Demokratie, Parlamentarismus und Parteienstaat wird begleitet von einem lauter werdenden Ruf nach Mitbestimmung, mehr direkter Demokratie und Bürgerbeteiligung.
Ein wirksames Mittel gegen Politikverdruss, Apathie, Extremismus und Populismus ist ein Mehr an politischer Bildung. Doch ihre Wirkung kann sie nur entfalten, wenn sie nicht als Feuerwehr missbraucht wird. Eine stabile Demokratie braucht Demokraten. Sie fallen aber nicht vom Himmel (Theodor Eschenburg). Und als Demokrat wird man nicht geboren (Michael Greven). Deswegen brauchen Demokraten politische Bildung – ein Leben lang.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine wertgebundene, an Rationalität orientierte und kontinuierliche politische Bildung. Es ist sowohl Rückblick wie auch Bestandsaufnahme und Ausblick auf die Herausforderungen für politische Bildung in einer globalisierten, digitalen Medienwelt.
Michael Spieker (Hrsg.)
Ökonomische Bildung
Zwischen Pluralismus und Lobbyismus

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, Band 8
Schwalbach/Ts. 2015, Wochenschau, 299 Seiten
ISBN-13: 978-3-7344-0093-3
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Ökonomische Bildung sollte stets zwei Grundsätze berücksichtigen. Erstens: Ökonomie ist für den Menschen da und nicht umgekehrt (Autonomiegrundsatz). Zweitens: Ökonomische Bildung sollte dazu befähigen, wirtschaftsbezogene Lebenssituationen kompetent und souverän bewältigen zu können (Orientierungsgrundsatz). Ein angemessener Bildungsstand erschöpft sich daher nicht im Erlernen wirtschaftlicher Kategorien, sondern erfordert auf jeder Ebene kritische Urteilskraft.
Die Beiträge dieses Bandes untersuchen den Begriff ökonomischer Bildung aus der Perspektive von Philosophie, Ökonomie und sozialwissenschaftlicher Didaktik. Hinzu tritt eine Analyse der gegenwärtigen Verfassung der Ökonomie in Forschung und Lehre.
Auf diese Weise vermittelt das Buch nicht nur einen Überblick über die großen Kontroversen um Inhalte und Formen, sondern liefert auch überraschende und kritische Einsichten zu Wissensdefiziten und Vermachtungstendenzen im Bereich der ökonomischen Bildung.
Michael Spieker
Konkrete Menschenwürde
Über Idee, Schutz und Bildung menschlicher Würde

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, Band 7
Schwalbach/Ts. 2012, Wochenschau, 190 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974-816-1
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Was ist der Inhalt der Menschenwürde und wer ist ihr Träger? Der Streit darum entzündet sich immer wieder neu, ob es um bioethische Fragen oder um die Ordnung der Gesellschaft geht. Nicht selten wird aus der Umstrittenheit geschlossen, die Menschenwürde wäre ein leerer Begriff. Dann freilich könnte man sich ruhig von ihr verabschieden. Demgegenüber zeigt diese Arbeit die absolute Geltung von Menschenwürde auf. Selbst da, wo sie verletzt wird, wird sie noch als Voraussetzung in Anspruch genommen.
Damit Menschenwürde sinnvoll gedacht werden kann, muss sie als Sache einer Handlung statt als Eigenschaft erkannt werden. Nach einem Gang durch die Entwicklung des Begriffs der Würde von Platon bis Hegel, zeigt sich hier die Widersprüchlichkeit der Menschenwürde. Sie besteht in einer freien Gabe und hat doch verpflichtenden Charakter, sie ist strikt individuell und dennoch sozial zu vermitteln. Im Blick auf Bioethik, Sozialstaatlichkeit und Bildung zeigen sich die Konsequenzen des konkreten Begriffs der Menschenwürde.
Saskia Hieber
Sicherheit und Frieden in Asien
Konfliktpotentiale und regionale Kooperation

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 6]
Schwalbach/Ts. 2012, Wochenschau, 196 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974694-5
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In Konfliktpotentialen und Kooperationsmöglichkeiten Asiens spielen dessen große Mächte die entscheidende Rolle. Sie sind auch sicherheitspolitisch die Hauptakteure. Abzuklären ist, in wieweit politische und wirtschaftliche Faktoren nach innen wie nach außen stabilisierend oder destabilisierend wirken. Dabei ist die Gestalt des politischen Systems oder gar der Grad der Demokratisierung eher von geringer Bedeutung. Vielmehr ist es die wachsende wirtschaftliche Macht, die dem asiatischen Kontinent international wachsenden Einfluss verschafft. Asiatische Staaten werden in Zukunft eigene Vorstellungen zur politischen und wirtschaftlichen Ordnung entwickeln. Die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen liegen im Mittleren Osten und in Asien. Europa wird nicht umhinkommen, sich aktiv für Frieden und Stabilität in diesen Regionen einzusetzen. Zusätzlich erhöhen Klimawandel und Ressourcenknappheit den Zwang zu internationaler Kooperation. Die vorliegende Schrift beschreibt alte Konflikte und neue Kooperationsformen und macht deutlich, wie bedeutsam das Thema nicht nur für die Politik, sondern auch für unsere Bildungslandschaft ist.
Gero Kellermann
Verfassungsinterpretationen
Das Grundgesetz als normative Ressource im gesellschaftlichen Wandel

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 5]
Schwalbach/Ts. 2011, Wochenschau, 112 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974695-2
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Der rapide gesellschaftliche Wandel wirft erhebliche normative Fragen auf. Um integrative Lösungen für seine Gestaltung zu finden, kann der moderne Staat nicht auf ein Mindestmaß an allgemein anerkannten ethischen Orientierungen und Spielregeln verzichten. In den Grundwerten der Verfassung spiegelt sich dieser Grundkonsens. Erhaltung und Verinnerlichung dieses Konsenses sind jedoch spezifischen Schwierigkeiten ausgesetzt. An paradigmatischen Beispielen der Verfassungsinterpretation über den Menschenwürdegrundsatz, das Problemfeld „Freiheit und Sicherheit“ sowie besonders kulturgeprägte verfassungsrechtliche Institutionen wird die Leistungsfähigkeit des Grundgesetzes als zeitgemäße normative Ressource untersucht.
Wolfgang Quaisser
Soziale Marktwirtschaft

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 4]
Standortwettbewerb als Gegenstand der politischen Bildung
Schwalbach/Ts. 2010, Wochenschau, 143 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974-609-9
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Deutschland stand in den vergangenen zwei Jahrzehnten wirtschaftlich und sozial vor der Herausforderung, die nationale Einheit zu bewältigen sowie Globalisierung und europäische Integration, insbesondere die Osterweiterung, als Chance zu nutzen. Mit der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise kommt eine weitere Bewährungsprobe dazu. Kritiker halten die Soziale Marktwirtschaft für ein Auslaufmodell, ihren Befürwortern gilt sie als Exportschlager. Vergessen wird vielfach, dass die Soziale Marktwirtschaft kein starres Konstrukt ist, sondern ihre Anpassungsfähigkeit im Zuge von veränderten technologischen und internationalen Rahmenbedingungen schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Der vorliegende Band thematisiert zentrale wirtschaftspolitische Herausforderungen für das deutsche Wirtschaftssystem und stellt sie in den Kontext der politischen Bildungsarbeit der Akademie.
Heinrich Oberreuter (Hrsg.)
Standortbestimmung Politische Bildung

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 3]
Schwalbach/Ts. 2009, Wochenschau, 365 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974-498-9
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Im Zentrum politischer Bildung stehen vor allem grundlegende Themen der Demokratie: ihr geistiges Fundament, ihre Prinzipien, Strukturen und Prozesse sowie deren Entwicklungen. Gleichwohl muss sie sich auch aktuellen Herausforderungen stellen. Für den Fachdiskurs über Antworten und Zukunftskonzepte bot die Akademie für Politische Bildung Tutzing anlässlich ihres 50. Jubiläums führenden Fachvertretern ein Forum zur Präsentation und Diskussion ihrer Themen und Konzepte. Die vielfältigen Beiträge dieser Konferenz ergeben ein facettenreiches Bild der Themen und Kontroversen – eine Standortbestimmung der politischen Bildung zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Miriam Wolf
Ethische Kontroverse - demokratische Mitwirkung
Bio- und Gentechnologie als Thema der politischen Bildung

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 2]
Schwalbach/Ts. 2009, Wochenschau, 124 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974-471-2
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Ethik gilt vielen als exklusiver Hoheitsbereich von Experten, vor allem wenn es dabei um technische oder naturwissenschaftliche Themen geht wie im Falle der Bio- und Gentechnologie. Mit den Zielen politischer Bildung scheint die Beschäftigung mit ethischen Fragen jedenfalls nicht vereinbar. Doch gerade hier, wenn es um die Grundlagen unseres Lebens und um unser Selbstverständnis als Menschen geht, ist die demokratische Teilhabe durch politische Bildung unabdingbar. Doch anhand welcher Kriterien sollen wir entscheiden? Reichen die vorhandenen Rechtsinstrumente aus? Und was verbirgt sich eigentlich hinter den naturwissenschaftlichen Versprechungen und bioethischen Diskussionen? Was dürfen wir mit Blick auf bio- und gentechnologische Entwicklungen wollen? Was müssen wir tun?
Die Autorin zeichnet die Grundlinien der Debatte nach, die sich rund um den Kompromiss über den Import embryonaler Stammzellen im Jahr 2002 und danach zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entsponnen hat, erläutert deren Argumentationsweisen und zeigt, dass politische Bildung gerade in bioethischen Fragen zur Urteilsbildung beitragen muss. Denn es handelt sich um eine grundlegende politische Kontroverse, die weder rechtlich noch (natur-)wissenschaftlich noch durch eine von allen geteilte Moral entschieden werden kann. Sie ist allein politisch zu lösen.
Saskia Hieber
Asiatische Riesen
Aufstiegspotentiale Chinas und Indiens als Gegenstand der politischen Bildung

Tutzinger Schriften zur politischen Bildung, [Band 1]
Schwalbach/Ts. 2009, Wochenschau, 92 Seiten
ISBN-13: 978-3-89974-472-9
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Asien ist in vielen Institutionen der politischen Bildung bisher nicht oder noch nicht lange ein eigenständiges Arbeitsgebiet. Die Aufstiegs- und Absturzpotentiale in Asien sind jedoch nicht nur interessant und relevant für Vertreter der Wirtschaft, der Medien und der akademischen Welt, sondern für alle Teile der Wissenschaftslandschaft und der Bevölkerung. Asien zieht neue Interessenten der politischen Bildung an. Die vorliegende Arbeit stellt sich der Aufgabe, die Bedeutung des Aufstiegs asiatischer Großmächte zu analysieren, die verwendeten Methoden und die Zielgruppen zu beschreiben und Ergebnisse für die politische Bildung aufzuzeigen.

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Dr. Thomas Schölderle
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