Tutzinger Diskurs


Kontroverse aktuelle Themen erörtern, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten – das ist der Tutzinger Diskurs. Die Teilnehmer treten dabei als gemeinsame Forschungsgruppe auf, nicht einfach als Vertreter unterschiedlicher Standpunkte. Ziel und Anspruch ist es, über den Austausch von Meinungen hinaus das gemeinsame, multiperspektivische Forschen aus unterschiedlichen Perspektiven zu fördern und ungeklärte Fragen zu beantworten.

Wege der Integration (2017-2018)

Von Herbst 2017 bis Ende 2018 findet der Tutzinger Diskurs "Wege der Integration" statt. Mit wachsender Vielfalt wächst die Bedeutung von Integration und deren politischer Organisation. Zuwanderungsdruck, Veränderungen der Bevölkerungsstruktur (wie der große Anteil jüngerer Zuwanderer) und unterschiedliche Entwicklungen gesellschaftlicher Teilbereiche (von Bildung über Arbeit bis zur rechtlichen Integration) sind Herausforderungen für die Einheit der Gesellschaft und für die Wahrung zentraler Elemente der verfassungsmäßigen Werteordnung. Sozioökonomische und kulturelle Integration gehören ebenso wie Freiheit und Verantwortung zusammen. Ein Land der gelingenden Integration braucht Orientierungsmarken und Wegbegleitung für dieses Gelingen - wir bemühen uns um eine exzellente Vernetzung junger Forscher und Praktiker, die den Integrationsprozess als Ideengeber und Gestalter begleiten.

Big Data im Gesundheitswesen (2017-2019)

Ebenfalls von Herbst 2017 an läuft der Tutzinger Diskurs "BDiD - Big Data im Diskurs" über zwei Jahre. Big Data umfasst schon jetzt nahezu alle Lebensbereiche – so auch das Gesundheitswesen. Von Self-Tracking-Apps über die elektronische Gesundheitskarte bis hin zu Smart Homes entfaltet sich eine Entwicklung, die Chancen wie Risiken birgt. Zentral ist dabei die Diskussion über Autonomie und individuelle Selbstbestimmung, über Privatheit und Anonymität, über informierte Zustimmung und Bewusstseinsbildung, über Gesundheit, Wohlbefinden und Krankheit.

Die gesellschaftliche Relevanz des Diskursprojekts an der Akademie für Politische Bildung besteht darin, eine akute gesellschaftliche Entwicklung differenziert zu erörtern und davon ausgehend diese Kenntnisse für die Stärkung der Diskursfähigkeit und Informationskompetenz junger Menschen einsetzen zu können, damit sie diese Entwicklung informiert, rational und mündig mitgestalten können. Da das Projekt nicht nur zentral die Vermittlung von informatorischer Bildung an junge Menschen in den Blick nimmt, sondern auch deren methodische Durchdringung erzielt, versteht es sich als nachhaltigen Beitrag zur Debatte um Big Data im Gesundheitsbereich.

Was bisher geschah

Der aktuellen Diskurse ist bereits der dritte und vierte an der Akademie: 2015/16 war das Projekt an der Schnittstelle von Medizin, lebenswissenschaftlicher Forschung, Sozialwissenschaften, Philosophie, Journalismus und Sozialer Arbeit angesiedelt und hat sich mit Pränataldiagnostik beschäftigt. 2012/13 fand der erste Tutzinger Diskurs zum Thema "Gute Wissenschaft" statt.


Homepage des Tutzinger Diskurses

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Dr. Michael Spieker
Tel: 08158 / 256-57
E-Mail

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