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Ökologie, Klimwandel und Nachhaltigkeit

Ökologie, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung sind die Themen, mit denen sich der Arbeitsbereich Nachhaltigkeit der Akademie für Politische Bildung beschäftigt.

Die Häufung von Extremwetterereignissen, Flutkatastrophen, Ernteausfällen, Starkregen, Dürren und die massive Abnahme der Biodiversität verleihen der Eindämmung des Klimawandels höchste Dringlichkeit. Diese Symptome einer noch nie dagewesenen ökologischen Krise rücken unbequeme Fragen zur Nachhaltigkeit unseres menschlichen Daseins auf der Erde in die Mitte der Gesellschaft. Unserer moderne Lebensweise und Wirtschaftsweise, die noch immer in großem Ausmaß auf der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl fußt, sowie die weltweite Abholzung von Wäldern und die Massentierhaltung verursachen hohe Treibhausgasemissionen, deren irreversible Konsequenzen längst nicht vollständig abzusehen sind.

Kurzum: Unsere natürliche Lebensgrundlage steht auf dem Spiel. Die Zeiten sind vorbei, in denen Klimaschutz und Umweltschutz eine Nebenrolle spielen, über die man bei Gelegenheit nachdenkt, wenn man es sich leisten will. Die Frage ist daher nicht, wieviel die Bekämpfung des Klimawandels kostet, sondern vielmehr, was uns ein Ignorieren der Klimakrise kostet. In der Vergangenheit wurde oft ein Gegensatz konstruiert zwischen Wirtschaft und Umwelt, der dazu führte, das Thema Nachhaltigkeit auf die lange Bank zu schieben. Wer sich von kurzfristigen Sichtweisen verabschiedet, merkt schnell, dass es sich hier um eine künstliche Dichotomie handelt.

Der politischen Ebene kommt eine wesentliche Rolle zu, die notwendigen Maßnahmen zur Minderung der Emissionen zu ergreifen. Der Entscheid des Bundesverfassungsgerichts, beim Klimaschutzgesetz nachzubessern, um die grundrechtlich gesicherte Freiheit der künftigen Generationen zu gewährleisten, nimmt die Politik umso mehr in die Pflicht. Allerdings gehen in der öffentlichen Diskussion die Meinungen über die richtigen Instrumente und Wege um den CO2-Ausstoß zu verringern stark auseinander: Emissionshandel, CO2-Steuern, Elektroautos, Wasserstoffantriebe, Ausbau von Windkraftanlagen oder Pflicht zu Solardächern, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Arbeitsbereich Nachhaltigkeit an der Akademie für Politische Bildung mit aktuellen Fragestellungen der Ökologie, des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung auseinander. Zudem werden einzelne Themengebiete abgedeckt wie z.B. Verkehrswende, Energiewende, Verpackungswende, nachhaltiger Tourismus und nachhaltige Agrarwirtschaft.

Im Einzelnen beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen:

  • Wie ist ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum möglich? Kann ein grünes Wachstum die Antwort auf die Klimakrise sein? Braucht es neue Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft oder gar eine Strategie des "Degrowth", auch bekannt als Postwachstum?
  • Wie schaffen wir den Transit zur Klimaneutralität und den Paradigmenwechsel von fossilen auf erneuerbare Energieträger? Wie kann die Politik die Energiewende sozial verträglich gestalten?
  • Welche staatlichen Investitionen sind für eine Bekämpfung der Klimakrise unerlässlich? Wie können privatwirtschaftliche Unternehmen mit ihrer Innovationskraft eingebunden werden? Wie vielversprechend sind Initiativen auf den Finanzmärkten, die sich dieser Aufgabe widmen (z.B. ESG-Anlagekriterien, Netzwerk zur Ökologisierung des Finanzsystems)?
  • Wie können neue Geschäftsmodelle gerade im Dienstleistungsbereich angesichts der ökologischen Herausforderungen entstehen - Stichwort "sharing economy" und "Dematerialisierung"?
  • Nachhaltiges Wirtschaften bezieht sich nicht nur auf eine massive Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, sondern schließt soziale und arbeitsrechtliche Standards mit ein. Im Rahmen der Globalisierung und internationaler Arbeitsteilung stellt sich beispielsweise die Frage nach der Nachhaltigkeit von Lieferketten. Reicht unsere jetzige Gesetzgebung hierfür aus? Wo gibt es Verbesserungsbedarf?
  • Obwohl die internationale Klimapolitik durch das Übereinkommen von Paris einen globalen Rahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vorgibt, stockt die Umsetzung auf nationaler und auf EU-Ebene. Trotz des European Green Deals erweist es sich als schwierig, die Interessenlagen der Mitgliedsländer auf einen Nenner zu bringen. Wie kann die internationale Zusammenarbeit verbessert werden, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen? Wie gestaltet sich eine gerechte Lastenverteilung zwischen den Entwicklungsländern des Globalen Südens und den reicheren Industrieländern?
  • Was macht eine nachhaltige Lebensweise aus? Wie kann das Individuum seinen Beitrag zur Reduzierung der Erderwärmung leisten? Wie reduziere ich meinen persönlichen ökologischen Fußabdruck durch Verhaltensänderungen im Alltag und im Konsum?
  • Welchen Stellenwert soll die Bewältigung der Klimakrise und der Wandel zur Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit einnehmen? Wie sollten beispielsweise Lehrpläne das Thema ganzheitlich berücksichtigen? Angesichts von Jugendbewegungen wie Fridays for Future ist hier im Besonderen auch die Erwachsenenbildung gemeint, damit die Sorge um die Umwelt nicht nur in bestimmten Teilen der Bevölkerung präsent ist.
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