Sozialer Friede im Einwanderungsland

Humanitäre Verpflichtung, Potenziale von Migration, Umgang mit Unsicherheiten

Tutzing / Tagungsbericht / Online seit: 30.10.2017

Von: Sebastian Meyer

Foto: Pixabay CC0

# Tolerante-Gesellschaft / Ethik-und-Journalismus / Integration / Kultur

Das Thema Flucht und die Grundversorgung sowie Unterbringung Geflüchteter prägt immer wieder die Schlagzeilen - und war der zentrale Reibepunkt im Vorfeld der Bundestagswahl.


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Die Akteure der Flüchtlingshilfe in Politik, Verwaltung, sozialer Arbeit und ehrenamtlichem Engagement haben die Herausforderungen an Bahnhöfen, Erstaufnahmeeinrichtungen oder bei der Registrierung mit großem Einsatz bewältigt. Inzwischen bestimmt die Frage nach der Integration die gesellschaftliche Debatte – und vor allem: Was muss in den Orten getan werden, an denen die Integration stattfindet? Neben der Bestandsaufnahme war die Besinnung auf neue Fragen leitendes Ziel der regelmäßigen Integrationstagung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis interkulturelle Arbeit München (AKIA).

Die Teilnehmer befassten sich in mehreren Workshops zu den Fragen der Mehrsprachigkeit, der Öffnung des Arbeitsmarktes, die Chancen und Risiken. Denn auf allen politischen, gesellschaftlichen, und beruflichen Ebenen benötigt es einen (am besten mehrsprachigen) regelmäßig geführten Dialog. Die Ergebnisse finden Sie in zentralen Thesen zusammengefasst hier.

Deutlich machten alle Beteiligten der Veranstaltung - hier in den Worten von Annette Treibel von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe: Nur weil die öffentliche Debatte über Integration derzeit auf einer schiefen Ebene verlaufe, durch Falschmeldungen und fakenews beeinflusst wird, sei der Begriff der Integration nicht schlechter geworden.

Der Mensch ist mehr als seine Herkunft

"Integration ist immer Sozialpolitik", betont die dritte Bürgermeisterin der Stadt München Christine Strobl (SPD). Gemeinsam mit der Bayerischen Integrationsbeauftragten Kerstin Schreyer (CSU), der Münchner Stadträtin Gülseren Demirel (Bündnis 90/Die Grünen) und der Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Karin Majewski nahm sie sich in der Diskussion dem Wert des sozialen Friedens an. Alle äußerten den Wunsch, dass auf die speziellen Bedürfnisse der Geflüchteten eingegangen werde, "statt nur in Bettzahlen zu rechnen". So könne der Stolz auf die eigenen Wurzeln das Zusammenleben (in) einer ganzen Gesellschaft bereichern.


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Sozialer Friede in der Einwanderungsgesellschaft


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