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Osteuropa, EU und NATO

Tagung zur geopolitischen Bedeutung der Region

Die geopolitische Bedeutung des östlichen Europas ist seit dem russischen Angriffskrieg so groß wie Jahrzehnte nicht mehr. Für EU und NATO sind die postsozialistischen Staaten wichtige Partner. Diese wiederum suchen die Nähe des Westens und Schutz vor Russland. Die Tagung "Osteuropa, EU und NATO" der Akademie für Politische Bildung und AMUROST e.V. analysiert die komplexen Beziehungen.

Tutzing / Einladung / Online seit: 23.04.2024

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Michele Ursi

Programm: Osteuropa, EU und NATO

Online-Anmeldung

Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind die Staaten des östlichen Europas in den Fokus von EU und NATO gerückt. Egal, ob es um Waffenlieferungen, Truppenstationierungen oder neue Erweiterungsrunden geht, die postsozialistischen Staaten von Estland bis Georgien sind gefragte Partner. Die Europäische Union und die NATO wissen um die geostrategische Bedeutung der Region und bemühen sich, die Länder dauerhaft an sich zu binden und von Russland fernzuhalten. Die aggressive russische Außenpolitik wiederum treibt viele Nachbarstaaten regelrecht in Richtung des Westens. In den vergangenen beiden Jahren ist in die euroatlantische Integration so viel Bewegung gekommen wie seit den EU- und NATO-Osterweiterungen vor rund 20 Jahren nicht mehr. Die Akademie für Politische Bildung und AMUROST e.V. blicken in der Tagung "Osteuropa, EU und NATO" auf die Beziehungen zwischen den westlichen Organisationen und ihren Mitgliedern und Bewerbern im östlichen Europa.

Die Beziehungen der osteuropäischen Staaten zu Europäischer Union und NATO

Wie sich die postsozialistischen Staaten seit dem Mauerfall entwickelt haben, erklärt Jan Claas Behrends vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Wie weit die Ukraine und Moldau auf ihrem Weg in die EU sind, ist das Thema von Khatia Kikalishvili vom Zentrum Liberale Moderne. Arpine Maniero vom Collegium Carolinum spricht über Georgien, Armenien und die Grenzen der euroatlantischen Integration. Marie-Janine Calic von der Ludwig-Maximilians-Universität München beschäftigt sich mit der Komplexität des Westbalkans in der Zusammenarbeit mit EU und NATO.

Die Rolle der Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn in diesen Organisationen erklärt Kai-Olaf Lang von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Carolina Drüten, Freie Korrespondentin für die Türkei, Griechenland und den Balkan für Welt, und Arndt Freytag von Loringhoven, Deutscher Botschafter a.D. in Polen und Tschechien, diskutieren auf dem Podium über die Bukarest Neun zwischen Ost und West.

Gruppenrunden zu aktuellen politischen Themen

In Gruppenrunden haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeiten sich mit zwei der folgenden Themen zu beschäftigen:

  • Zehn Jahre Berliner Prozess: Wie nah stehen sich die EU und Serbien heute? (Julia Ciric-Betz, Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Polens neue geopolitische Rolle: Wunschdenken oder Realität? (Richard Gion, Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Russland, Georgien und die NATO: Sicherheitsdynamiken im Schwarzen Meer (Magdalena Lorsch-Dalkaya, Politikwissenschaftlerin)
  • Wettkampf der Erinnerung? Deutschland und Tschechien auf der Suche nach einem gemeinsamen Erinnerungsrahmen (Leonie Rogg, Historikerin)
  • Ist die Europäische Union bereit für die Ukraine? Perspektiven aus der EU auf einen möglichen Beitritt (Martha Schmidt, Politikwissenschaftlerin)

Alle Infos zur Tagung "Osteuropa, EU und NATO"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 7. bis 9. Juni zur Tagung "Osteuropa, EU und NATO: Vom Mauerfall zum russischen Überfall" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro).

Kontakt

Iryna Bielefeld
Tel.: 08158 / 256-53
i.bielefeld@apb-tutzing.de

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