Neue deutsche Außenpolitik?

Tagung zur Zeitenwende der internationalen Politik

Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Wahrnehmung der deutschen Außenpolitik in Politik, Medien und Gesellschaft verändert. Eine Neuausrichtung scheint unausweichlich. Wie sie aussehen könnte, ist Thema der Tagung "Neue deutsche Außenpolitik?" der Akademie für Politische Bildung und der International Association for the Study of German Politics (IASGP) vom 23. bis 25. Mai 2022.


Drei Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine läutete Bundeskanzler Olaf Scholz eine "Zeitenwende" ein. Er sprach von einem Wandel der deutschen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik und von Veränderungen im Verhältnis Deutschlands zu seinen traditionellen Verbündeten und anderen Akteuren der internationalen Politik. Vor Beginn des Kriegs in der Ukraine stand die deutsche Russlandpolitik unter dem Motto "Wandel durch Handel". Die Kritik an dieser russlandfreundlichen Strategie wächst nun rapide. Die Tagung "Neue deutsche Außenpolitik?" der Akademie für Politische Bildung und der International Association for the Study of German Politics (IASGP) beschäftigt sich mit der Neuausrichtung der internationalen Beziehungen.

Feministische Außenpolitik und Zukunft von EU und NATO

Christos Katsioulis von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Hans Kundnani von Chatham House debattieren im Rahmen der Veranstaltung über die Zeitenwende der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und diskutieren die Frage von Kontinuität und Wandel. Die viel zitierte feministische Außenpolitik ist das Thema von Marieke Fröhlich von der Hochschule Rhein-Waal. Über Deutschlands zukünftiges Engagement in EU und NATO diskutieren der ehemalige Botschafter Eckhard Lübkemeier und Aylin Matlé von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Journalismus bringen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand von Länderbeispielen das Verhältnis Deutschlands zu seinen traditionellen Verbündeten und anderen Akteuren der internationalen Politik näher. Geplant sind Vorträge zu folgenden Staaten und Regionen:

  • Frankreich (Hélène Miard-Delacroix, Universität Paris-Sorbonne)
  • USA (Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel)
  • Großbritannien (Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik)
  • Mittelosteuropa (Vladimír Handl, Institute of International Relations Prague, András Hettyey, University of Public Service Budapest)
  • Russland (Margarete Klein, Stiftung Wissenschaft und Politik)
  • China und der Indo-Pazifik (Gert Hilgers, University of Warwick, Tereza Novotná, Freie Universität Berlin)

Akademiegespräch am See: Außenpolitische Herausforderungen der Bundesrepublik Deutschland

Vor welchen Herausforderungen steht die Bundesrepublik Deutschland außenpolitisch in den kommenden Jahren? Eine Antwort auf diese Frage gibt Ulrich Lechte, Außenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, am Dienstag, 24. Mai, um 19.30 Uhr beim Akademiegespräch am See.

Der Eintritt zum Vortrag mit anschließendem Empfang ist auch für Nicht-Tagungsteilnehmer frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Alle Infos zur Tagung "Neue deutsche Außenpolitik?"

Wir laden Sie vom 23. bis 25. Mai in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro).


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