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Akademie feiert Gartenfest in Tutzing

Direktorin Ursula Münch empfängt Gäste aus Politik und Gesellschaft

Die Akademie für Politische Bildung hat ihr Gartenfest am Starnberger See gefeiert. Direktorin Ursula Münch empfing Gäste aus Politik und Gesellschaft. In ihrer Begrüßung sprach sie über die Unzufriedenheit mit der Demokratie, insbesondere in Ostdeutschland, und dankte den Anwesenden für ihr gesellschaftliches Engagement, das der Entfremdung zwischen Volk und politisch Verantwortlichen entgegenwirke.

Tutzing / Aus der Akademie / Online seit: 22.07.2023

Von: Beate Winterer / Foto: Beate Winterer

Gartenfest 2023

Flickr-Galerie © Akademie für Politische Bildung Tutzing. Bitte klicken Sie auf das Foto, falls die Galerie nicht lädt. Sie werden zu Flickr weitergeleitet.

Mehrere Regenschauer haben aus dem Gartenfest der Akademie für Politische Bildung zwar ein Auditoriumsfest gemacht, doch den mehr als 400 Gästen konnte das Wetter die Stimmung nicht verderben. Viele feierten bis Mitternacht in Tutzing. Akademiedirektorin Ursula Münch hatte neben Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft auch wieder ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitglieder des Förderkreises der Akademie für Politische Bildung eingeladen.

Wachsende Unzufriedenheit mit Demokratie und Politik

In ihrer Begrüßungsrede sprach die Politikwissenschaftlerin über die Unzufriedenheit mit der Demokratie, insbesondere in Ostdeutschland. Nur 42,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in den neuen Bundesländern gaben kürzlich in einer repräsentativen Umfrage an, mit der "Demokratie wie sie in Deutschland funktioniert" zufrieden zu sein - obwohl fast alle die "Demokratie als Idee" gut finden. Jeden Tag beobachten wir Versuche, Politikerinnen und Politiker demokratischer Parteien einzuschüchtern: lautstarke Pöbler, unterstützt durch die AfD und die Freien Sachsen. "Mit Wahlkampf oder mit politischem Wettbewerb hat es nichts mehr zu tun, wenn eine Partei zum Feind erklärt wird: Plakate mit der Aufschrift 'Grüne an die Ostfront' tauchen nicht nur in Ostdeutschland auf, sondern auch im bayerischen Schwaben", betont Münch.

Sie dankte den Anwesenden, die als aktiver Teil der Gesellschaft dazu beitragen, dass der Abstand zwischen den Regierten und den Regierenden, zwischen Volk und politisch Verantwortlichen nicht noch größer wird. "Ihr Engagement in politischen Parteien, in Berufsverbänden, in Vereinen, Initiativen und in den Kirchen tut uns allen gut. Weil es fast ausnahmslos dauerhaft und gemeinwohlorientiert ist", sagt die Akademiedirektorin.

Ihre Rede schloss sie mit einem Rückblick auf den Herrenchiemseer Verfassungskonvent vor 75 Jahren: "Wir könnten und sollten in allen 16 Ländern der Republik diskutieren, welches Privileg es ist, in einer freiheitlichen pluralistischen Demokratie zu leben - auch wenn - oder gerade weil - fünf der 16 Länder erst 41 Jahre nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes beitreten konnten."

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