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Tutzinger Sommerakademie: Die Figur des Tyrannen

Tagung zu Autokratie in der Geschichte und heute

Die diesjährige Tutzinger Sommerakademie der Akademie für Politische Bildung blickt auf "Die Figur des Tyrannen". In Vorträgen, Fallstudien und bei einem Filmabend beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 7. bis 10. August mit der Frage nach Gemeinsamkeiten zwischen autoritären Herrschern - von der Antike bis in die Gegenwart.

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 09.06.2023

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/juliawhite

Programm: Tutzinger Sommerakademie: Die Figur des Tyrannen

Bis vor einigen Jahrzehnten konnte der globale Siegeszug von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit unaufhaltsam scheinen. Inzwischen wissen wir es besser. Die Mehrheit der Menschen lebt heute in Autokratien - Tendenz steigend. Mit dieser Entwicklung ist eine Figur in den politischen Diskurs zurückgekehrt, die viele eher aus dem Geschichtsbuch kennen: der Tyrann. Aber was ist das eigentlich, ein Tyrann? Gibt es Merkmale, die autoritären Herrschern gemeinsam sind? Die diesjährige Tutzinger Sommerakademie der Akademie für Politische Bildung stellt "Die Figur des Tyrannen" in den Mittelpunkt.

Tyrannen: Herrschaft, Widerstand und Ambivalenz der Existenz

Einen Überblick über Sieg und Niederlage des Tyrannen in der Antike und die Ambivalenz der tyrannischen Existenz gibt Barbara Zehnpfennig von der Universität Passau. Simon Faets von der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster spricht über die Dialektik von Knechtschaft und Befreiung bei Marx und Menke. Roberta Astolfi von der Georg-August-Universität Göttingen beschäftigt sich mit den Begriffen und Merkmalen der Tyrannei nach Arendt und Foucault. Karlfriedrich Herb und Sarah Strömel von der Universität Regensburg diskutieren über Rousseau, Tocqueville und Tyrannei in demokratischer Verkleidung. Über theoretischen Grundlagen und konkrete Handlungsempfehlungen in Thomas von Aquins Diskussionen des Tyrannenmords spricht Matthias Perkams von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Machiavelli und die Herrschaftspraktiken in der Renaissance sind das Thema von Stefano Saracino von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Im Abendprogramm der Tutzinger Sommerakademie schauen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Film "Der letzte König von Schottland" und diskutieren darüber mit Nicki Weber von der Universität Augsburg.

Fallstudien aus Geschichte und Gegenwart

In Fallstudien beschäftigt sich die Gruppe mit folgenden Themen:

  • Sic semper tyrannis. Der Tyrann und sein Mörder in der Antike (Michael Sommer, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
  • Die Masken der Macht Ivans des Schrecklichen (David Khunchukashvili, Konrad-Adenauer-Stiftung)
  • Postkoloniale Machthaber zwischen Tyrannei und Freiheitskampf (Nicki Weber, Universität Augsburg)
  • Die Gewaltherrschaft der Assads: Kontinuität und Wandel einer dynastischen Tyrannei (Sascha Ruppert-Karakas, Ludwig-Maximilians-Universität München)

Alle Infos zur Tutzinger Sommerakademie "Die Figur des Tyrannen"

Wir laden Sie vom 7. bis 10. August in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 195 Euro (ermäßigt 110 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Beate Winterer (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

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