Postdemokratie, Postfaktizismus, Postwachstum

Tagung zum Post-Zeitalter an der Akademie am 16. und 17. Oktober

Postnational, postdemokratisch, postfaktisch, postmodern, posthistorisch... Sind diese Begriffe eine Modeerscheinung oder zeugen sie von Umbrüchen oder Verfallstendenzen in Politik und Gesellschaft? Die Tagung "Im Post-Zeitalter" der Akademie für Politische Bildung in Tutzing geht am 16. und 17. Oktober unter anderem den Phänomenen Postdemokratie, Postfaktizismus und Postwachstum auf den Grund.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 06.10.2020

Von: Beate Winterer / Foto: Pixabay Licence/arnerichter1975

Programm: Im Post-Zeitalter: Postdemokratie, Postfaktizismus, Postwachstum

Wir leben in postfaktischen Zeiten - und in postdemokratischen, posthistorischen, postmodernen und postnationalen. Die Liste ließe sich endlos verlängern. Die Vorsilbe "post-" zieht sich durch Leitartikel und politische Debatten. Die Begriffe klingen nach Umbruch und Verfall, ohne festzulegen wie das "Nach" aussehen soll. Statt Orientierung zu bieten, vergrößern diese apokalyptischen Beschreibungen eher die gesellschaftliche Verunsicherung. Die Tagung "Im Post-Zeitalter" an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing geht den Post-Phänomenen auf den Grund. Sind sie Modeworte oder Zeichen grundlegender Wandlungsprozesse?

Neuer Blick auf die Welt oder inhaltsleerer Ausdruck?

Über die Posthistorie und das endlose Ende der Geschichte spricht Achim Landwehr von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ob der Postfaktizismus wirklich einen neuen Blick auf die Wahrheit bietet, untersucht Ortwin Renn vom Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies. Claudia Ritzi von der Universität Trier und Ulrich von Alemann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf diskutieren darüber, ob die Postdemokratie ein sinnvolles kritisch-zeitdiagnostisches Konzept oder nur ein inhaltsleerer Ausdruck ist.

Postwachstum als Utopie?

Post-ecologism und der Paradigmenwechsel im Nachhaltigkeitsdiskurs sind die Themen von Ingolfur Blühdorn von der Wirtschaftsuniversität Wien. Stefanie Graefe von der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt sich mit dem Begriff "Postwachstum" und Zukunftsnarrationen zwischen Utopie und Dystopie. Ob eine Postwachstumsökonomie zu Wohlstand ohne Innovationszwang führen kann, fragt Niko Paech von der Universität Siegen.

Nina Tessa Zahner von der Kunstakademie Düsseldorf spricht über die Postmoderne als multipler Transformation westlicher Gesellschaften. Und der Philosoph und ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin plädiert für die "Rückkehr" in die Jetztzeit - von Post ins Präsens.

Alle Infos zur Tagung "Im Post-Zeitalter: Postdemokratie, Postfaktizismus, Postwachstum..."

Wir laden Sie am 16. und 17. Oktober in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 75 Euro (ermäßigt 45 Euro). Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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