Geheimdienste in Geschichte und Gegenwart

Tagung zur Arbeit von Nachrichtendiensten

Nachrichtendienste agieren im Hintergrund und versorgen Entscheiderinnen und Entscheider mit notwendigen Informationen. Inzwischen sehen sie sich allerdings mit Fragen der Privatsphäre und des Datenschutzes konfrontiert. Die Tagung "Communicating Secret Intelligence" an der Akademie für Politische Bildung beschäftigt sich mit historischen und aktuellen Fragen der Geheimdienstarbeit.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 24.06.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/metamorworks

Programm: Internationale Akademie: Communicating Secret Intelligence

Geheimdienst: Bei diesem Stichwort denken wir an James Bond, explodierende Autos und nächtliche Schießereien in Luxushotels. In Wahrheit ist der Alltag von Nachrichtendiensten viel weniger aufregend. Sie sammeln, verarbeiten und analysieren Daten, um Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern informierte Entscheidungen zu ermöglichen. Gleichzeitig stehen sie bei ihrer Arbeit einer immer kritischeren Öffentlichkeit gegenüber, die sich um Privatsphäre und Datenschutz sorgt. Die Tagung "Communicating Secret Intelligence" der Akademie für Politische Bildung, des Forschungsschwerpunkts Sicherheit und Öffentlichkeit der Ruhr-Universität Bochum und der International Intelligence History Association beschäftigt sich mit unterschiedlichen Facetten der weltweiten Geheimdienstarbeit.

Geheimdienstarbeit in der Geschichte

Über deutsche Geheimdienstarbeit im besetzten Frankreich spricht François le Goarant de Tromelin vom Amicale des Anciens des Services Spéciaux de la Défense Nationale. Der Geheimdienst der Sowjetunion und sein Umgang mit Nazi-Kollaborateuren ist das Thema von Tanja Penter von der Universität Heidelberg. Noura Chalati vom Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin setzt sich mit dem syrischen Mukhabarat und der Stasi im Kalten Krieg auseinander. Weitere Vorträge zur Arbeit von Nachrichtendiensten in der Geschichte beschäftigen sich mit der Zusammenarbeit ehemaliger SS- und Wehrmachtsangehöriger und den US-Geheimdiensten nach dem Zweiten Weltkrieg und dem deutschen Verfassungsschutz in den 1970er Jahren.

Nachrichtendienste im Spannungsfeld von Datenschutz und Cybersecurity

Ein weiterer Themenblock behandelt Cybersecurity und Datenschutz. Juho Kotakallio von der University of Helsinik fragt in seinem Vortrag, ob Big Data ein Fluch oder ein Segen für die Nachrichtendienste ist. M. Angela Sasse von der Ruhr-Universität Bochum spricht über den gefährlichen Mythos vom Menschen als schwächstes Glied der Cybersecurity. Und Lawrence Capello von der University of Alabama zeichnet die Geschichte der Überwachung in den USA nach.

Alle Infos zur Tagung "Communicating Secret Intelligence"

Wir laden Sie vom 1. bis 3. Juli in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagungssprache ist Englisch.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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