(Un-)Fair PLay? Sport und Politik

19.02.2016 - 21.02.2016 / Tagung Nr. 7-1-16


Leitung: Andreas Kalina / Saskia Hieber

Sekretariat: Ina Rauš, Tel: 08158-256-53


Sport gerät immer mehr in Verruf. Die FIFA scheint in die Nähe des Organisierten Verbrechens zu rücken. Der DFB wird vom größten Skandal seiner Geschichte erschüttert, Spitzenfunktionären des Leichtathletikverbands IAAF werden kriminelle Machenschaften vorgeworfen und die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada deckt staatlich gelenktes Doping auf. Die Vergabepolitik bei globalen Großveranstaltungen scheint immer delikater, zumal Offerten aus Russland, China, Aserbaidschan oder den Golfstaaten mit Regelmäßigkeit den Zuschlag erhalten - oft mit fragwürdigen Entwicklungsplänen. Denn Sport ist seit jeher stets auch ein Machtinstrument - und wie ein jedes andere auch wird er eben nicht nur aufs Gemeinwohl verpflichtet eingesetzt, sondern ist durchaus für Missbrauch anfällig. In unserer Veranstaltung fokussieren wir die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Sport, Gesellschaft und Politik und wenden uns den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen zu: Wir werden fragen, inwieweit Sport (noch) als Grundelement des gesellschaftlichen Zusammenhalts fungiert und inwieweit er relevante integrative, pädagogische und friedensstiftende Angebote zu Verfügung stellt. Wir werden ebenso die gesellschaftliche Vorbildfunktion und Verantwortung von Spitzensportlerinnen und -sportlern debattieren, wie das (Missbrauchs-)Potenzial von Sport als politisches Instrument. Und nicht zuletzt werden wir unser Augenmerk auf die Bekämpfung illegaler Begleiterscheinungen richten: Inwiefern lässt sich hier durch (Selbst-)Kontrolle, durch politische Regelungen und durch Gerichtsbarkeit gegensteuern? Es geht also insgesamt um die Frage, wie Sport auch in der Zukunft ein gesellschaftliches Allgemeingut bleiben kann.


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