Film und Gespräch: Heldentod

Der Tunnel und die Lüge

19.11.2017 - 19.11.2017 / Tagung Nr. 46-8-17


In Zusammenarbeit mit den Deutsch-Deutschen Filmtagen Hof/Plauen

Leitung: Michael Schröder / Jürgen Stader

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58

→ Keine Anmeldung erforderlich - der Eintritt ist frei.


Heldentod – der Tunnel und die Lüge Dokumentarfilm, Deutschland 2001 Im Oktober 1964 gelangen 57 Ost-Berliner durch einen Tunnel nach West-Berlin. Es ist die größte Massenflucht in der Geschichte der Mauer, aber sie findet ein tragisches Ende. Es ist die Geschichte des Grenzsoldaten Egon Schultz und einer Lüge im Kalten Krieg. Als DDR-Grenzsoldaten in der Nacht zum 4. Oktober 1964 die Flucht entdecken, fallen Schüsse. Dennoch erreichen die Flüchtlinge und ihre Helfer unverletzt die Westberliner Stadthälfte. Tot aber ist ein Grenzsoldat: Der 21 Jahre alte Unteroffizier Egon Schultz. „Westberliner Frontstadtbanditen“ hätten ihn „meuchlings ermordet“, heißt es in der DDR. Egon Schultz wird zum Volkshelden. Über 100 Schulen, Straßen und Kinderheime tragen seinen Namen. Mehr als zehn Jahre nach der deutschen Einheit finden sich in der Gauck-Behörde Dokumente, die belegen, dass alles ganz anders war. Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2001 von Britta Wauer, in dem sich die Fluchthelfer erstmals öffentlich äußern und Aufnahmen der Flucht zu sehen sind, erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis.


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