Zahlenzauber, Techniktricks und verdeckte Einflussnahme

Wahlmanipulation und Wahlfälschung

09.11.2018 - 10.11.2018 / Tagung Nr. 45-3-18


Leitung: Andreas Kalina

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

Diese Tagung ist komplett ausgebucht

Pressemitteilung


Wahlen und Wahlrecht stellen in repräsentativen Demokratien das zentrale Bindeglied zwischen Wahlbürgern und Volksvertretern dar und avancieren somit zum Kernstück der politischen Ordnung: Mit dem Wahlakt nehmen Bürger ihr Grundrecht und zugleich auch ihre staatsbürgerliche Aufgabe wahr, am demokratischen Willensbildungsprozess mitzuwirken. Dabei übertragen sie mit ihrer Stimme politische Entscheidungskompetenzen an Personen und Parteien. Mithin entfalten Wahlrecht und Wahlen unmittelbare Wirkung auf die politischen Machtverhältnisse und stehen damit oft im Fokus von legaler wie illegaler Einflussnahme: Diese kann auf dem Wege von Anpassungen des Wahlrechts erfolgen, etwa durch Zugangsregelung, Sperrklauseln, Gerrymandering oder durch die Variation von Auszählmethoden. Hinzu kommen verschiedenste Formen von Wahl(ver)fälschung und Wahlbetrug: sei es durch Manipulation von Stimmen, durch Missbrauch von Lücken in Wahlsystemen, bei Wahlmaschinen und beim E-Voting oder sei es durch schlichte Zählfehler. Auch bereits vor dem eigentlichen Urnengang können Wahlergebnisse beeinflusst werden: durch Meinungsumfragen, durch Mobilisierungskampagnen über Soziale Medien und gezielte Desinformationspolitik auf der Grundlage von Big-Data-Modellen, durch Cyber-Attacken aus dem In- und Ausland oder ganz altmodisch durch Erpressungsversuche und Einschüchterungen. Diesen vielfältigen Phänomenen von Wahl(ver)fälschung und -betrug wenden wir uns in unserer Tagung zu. Untersucht wird ebenfalls, wie sich Wahlsysteme optimieren lassen, damit das Einfallstor für Einflussnahmen und Machenschaften minimiert wird: Wie lässt sich gewährleisten, dass Wahlen nachhaltig Legitimationskraft entfalten und damit demokratische Ordnungen stabilisieren? Wir laden Sie herzlich zu uns an den Starnberger See ein, um diese und weitere Fragen gemeinsam mit unseren Experten zu debattieren.


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