Verflixte acht Jahre

Die Entwicklungen nach dem "Arabischen Frühling" kritisch hinterfragt

19.10.2018 - 20.10.2018 / Tagung Nr. 42-6-18


Leitung: Anja Opitz / Franz Maget

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58

→ Bitte beachten Sie, dass die nach Anmeldung automatisch zugestellte Buchungsübersicht keine Zusage ist. Die Bestätigung der Anmeldung erhalten Sie durch das Tagungssekretariat.


Vergessen sind sie nicht, die Bilder tausender Menschen in der Arabischen Welt, die 2010/2011 gegen die herrschenden autoritären Regime protestierten und rebellierten. Das Ziel war die Veränderung der politischen und sozialen Strukturen, die Teilhabe der jungen Generation sowie eine Verbesserung der Menschenrechtslage in den Ländern. Acht Jahre danach werfen die Entwicklungen noch immer viele Fragen auf. Gerade in der deutschen Öffentlichkeit und Politik haben die Nahost-Konflikte an Priorität verloren. Das Narrativ hat sich geändert: So blicken wir auf etwa Syrien momentan im Hinblick auf Fragen der Rückführung und des Wiederaufbaus. Doch dieser verkürzte Blick greift nicht nur angesichts der geopolitischen Lage viel zu kurz; er birgt Gefahren in sich. Die Region, allen voran Länder wie die Türkei, Syrien, Irak oder Iran, steuert wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch auf neue Krisen zu, die Europa ebenso wirtschaftlich wie politisch treffen werden. Angesichts der "neuen" US-Außenpolitik scheint sich die Europäische Union jedoch schwer zu tun, eine konstruktive außenpolitische Strategie zu entwickeln und nachhaltige politische Antworten zu finden. Auch hier stehen eher Themen wie die Versicherheitlichung von Migration und Flucht oder die Terrorismusbekämpfung im Vordergrund. Initiativen, die auf die Themen Wiederaufbau und Resilienz von Gesellschaften abstellen, werden eher von einzelnen Staaten wie Frankreich, Italien oder Deutschland vorgebracht. Unsere Tagung greift diese Tendenzen auf und hinterfragt sie kritisch. Seien Sie hierzu herzlich zu uns an den Starnberger See eingeladen.


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