bauhaus. hfg ulm. - und morgen?

Feststellungen und Fragen zur Gestaltung in der Zukunft

18.01.2019 - 19.01.2019 / Tagung Nr. 3-4-19


In Zusammenarbeit mit dem club off ulm

Leitung: Ursula Münch / Michael Schröder / Peter Schubert

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58


Im Jahr 2019 wird es zahlreiche Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses geben. Dabei darf nicht übersehen werden, dass dessen Nachfolgeinstitut, die Hochschule für Gestaltung Ulm (hfg), vor 50 Jahren unter dem damaligen Ministerpräsidenten Hans Filbinger aus politischen Gründen geschlossen wurde. Daran wollen wir mit unserer gemeinsamen Tagung erinnern. Denn die hfg war von ihren Mitbegründern Otl Aicher und Inge Aicher-Scholl (überlebende Schwester der hingerichteten Geschwister Scholl) als sozialkulturelle Institution gedacht, die durch bewusste Gestaltung zur Humanität und Demokratisierung Deutschlands beitragen sollte. Besonders deutlich wurde dies bei der Konzeption der Bauabteilung, die nicht geniale Individualbauten, sondern serielles, modulares Bauen erforschte, das der breiten Bevölkerung im zerstörten Nachkriegsdeutschland die dringend benötigten, bezahlbaren Wohnungen ermöglichen sollte. Produktgestaltung und visuelle Kommunikation sollten nicht vordringlich dem Kommerz untergeordnet sein oder der Kunst dienen. Gebrauchen und informieren waren die neuen fundamentalen Leitideen statt verbrauchen und überreden. Es ist naheliegend, dass damit auch erste Ansätze für eine ökologische Orientierung auftauchten und ein inzwischen weltweit übernommenes Ausbildungskonzept entwickelt wurde, das die konsequente Heranziehung der einschlägigen Wissenschaften bei Planung und Gestaltung zugrunde legte. Gemeinsam mit Zeitzeugen, ehemaligen Dozenten und Absolventen der hfg laden wir Sie herzlich ein zu unserem Symposion und zum Gedankenaustausch über Vergangenheit und Zukunft des Entwerfens unserer dinglichen Umwelt.


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