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10.04.2024 - 12.04.2024 / Tagung Nr. 15-3-24*
iStock/Firn

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Britische Inseln nach dem Brexit

Herausforderungen und Perspektiven

Lehrkräftefortbildung in Kooperation mit der ALP Dillingen

Leitung: Andreas Kalina / Katrin Grün

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel.: 08158 / 256-58

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte Europas. Von den Folgen des Brexits ist neben dem Vereinigten Königreich kein europäisches Land so unmittelbar betroffen wie Irland. Dabei wurden die besonderen Umstände auf der irischen Insel bereits in einem frühen Stadium der Verhandlungen über das Austrittsabkommen sowohl von Seiten des UK als auch von der EU anerkannt. Beiden ist die Bedeutung des Karfreitagsabkommens von 1998 bewusst, welches nach langen Jahren der „Troubles“ endlich eine Befriedung der Verhältnisse erreichen konnte. Zur Wahrung dieses Ergebnisses galt es, eine „harte Grenze“ auf der irischen Insel zu vermeiden und die Zusammenarbeit von Nord und Süd zu schützen. Dennoch kommt es bis heute zu Konflikten um die Brexit-Handelsregeln und Zollgrenzen. Auch eine Wiedervereinigung Irlands und Nordirlands scheint für die Zukunft nicht ausgeschlossen: nicht zuletzt als das Regionalparlament in Belfast Anfang Februar 2024 mit Michelle O’Neill von der Sinn Fein erstmals eine Katholikin zur Premierministerin gewählt hat. Egal ob Nordirland, Großbritannien – insbesondere mit Schottland – oder die Republik Irland: Der Brexit wirft Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen auf, fördert politische und gesellschaftliche Dynamiken und führt zu anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen. Unser Lehrgang reflektiert diese vielfältigen Auswirkungen des Brexits und zeigt Perspektiven für das Vereinigte Königreich wie auch für die Beziehungen über die Irische See auf.