Arbeit an der Vergangenheit

Das 20. Jahrhundert in Kommunikation und Gedächtnis von Nachkriegsgenerationen in Deutschland und Russland

Oksana Nagornaja / Igor Narsky / Olga Nikonova / Yulia Khmelevskaya / Michael Mayer / Alexander Vatlin (Hrsg.)


[Russischer Originaltitel: »Rabota nad proschlym: XX vek v kommunikazii i pamjati poslevoennyh pokolenij Germanii i Rossii«]
[Internationale Konferenz »Die Arbeit an der Vergangenheit. Das 20. Jahrhundert im Gedächtnis und in der Kommunikation russischer und deutscher Nachkriegsgenerationen« vom 3. bis 17. September 2012 in Tscheljabinsk]
Tscheljabinsk 2014, Kamennyj pojas, 295 Seiten
ISBN-13: 978-5-88771-111-9


Vergangenheit macht Arbeit, Erinnerung ist Arbeit. Dies zeigt sich vor allem, wenn deutlich wird, dass sich die Vergangenheit nicht einfach bewältigen oder sogar überwältigen lässt. Der vorliegende Sammelband untersucht in vergleichender Perspektive, wie die »Arbeit an der Vergangenheit« in Deutschland und Russland im 20. Jahrhundert verlief. Welche Probleme ergab bspw. das langjährige Verschweigen der unbequemen Aspekte der eigenen Vergangenheit? Wie entwickelte sich die öffentliche Auseinandersetzung mit Vergangenheit in beiden Ländern? Welche Rolle spielte das »geteilte Gedächtnis« in Deutschland, wobei der Umgang der DDR mit der Geschichte eher dem sowjetischen als dem westdeutschen Modell entsprach? Insgesamt wird die Frage der Erinnerungskultur mit der Generationengeschichte verwoben und nicht nur in methodischer Hinsicht diskutiert. Auch generationelle Erinnerungsorte wie der Zweite Weltkrieg werden untersucht. Weitere Abschnitte befassen sich mit der Generation als privatem Deutungsmuster, mit der generationellen Fiktionalisierung der Vergangenheit oder dem Themenbereich Erinnerungsorte und generationelle Identität. Eine gemeinsame Publikation der Akademie für Politische Bildung Tutzing, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst.


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