Panzerschlachten und Drohnenschläge: Von der konventionellen zur neuen Kriegsführung

04.03.2016 - 06.03.2016 / Tagung Nr. 9-3-16


Leitung: Andreas Kalina / Anja Opitz

Sekretariat: Heike Schenck, Tel: 08158-256-46


Frühsommer 2014 - "Kleine grüne Männchen" rücken in den besonderen Fokus der NATO. So jedenfalls bezeichnete man in der Brüsseler Zentrale die in grünen Uniformen gekleideten Männer, welche auf der Krim einmarschierten. Spätestens mit der Annexion der Krim durch Russland gilt in der medial vermittelten Sicherheitsdebatte "hybride Kriegsführung" als das neue Bedrohungsszenario schlechthin: Der technolo-gische Möglichkeitsrahmen, die Kombinierbarkeit der Mittel sowie der klandestine Charakter der Operatio-nen scheinen besonders zu beunruhigen - gleichwohl die Taktiken an sich so alt sind wie das Kriegs-geschehen selbst. Dennoch: Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Überholung territorialer Frontstellungen haben sich Bedrohungsszenarien grundsätzlich verändert - und ebenso die erforderlichen Antworten. Wir beobachten staatliche Akteure, die scheinbar konventionelle Wege der Sicherheitspolitik verlassen und sich hybrider Strategien bedienen. Wir sehen nicht-staatliche Akteure, die ihrerseits auf klassische militärische Ansätze abstellen. Waffentechnologien wandeln sich ebenso grundlegend: hin zu automatisierten und womöglich autonomen Systemen, die bisherige Kriegslogiken auf den Kopf stellen. Diese Entwicklungen nehmen wir zum Anlass, uns mit alten und neuen Formen der Kriegsführung aus-einander zu setzen. Anhand der Leitfrage, ob und inwiefern konventionelle Kriege im 21. Jahrhundert ausgedient haben, analysieren wir die aktuellen Herausforderungen und erörtern ihre sicherheitspolitischen, aber auch rechtlichen und ethischen Implikationen. Wir laden Sie herzlich an den Starnberger See ein, um gemeinsam mit unseren namhaften Gästen diese und weitere Fragen zu debattieren.


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