Menu
29.01.2024 - 31.01.2024 / Tagung Nr. 5-2-24*
iStock/tupungato

© iStock/tupungato

Tutzinger Schülerforum: Nahost-Region

Leitung: Michael Ingber / Manfred Schwarzmeier

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel.: 08158 / 256-47

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.

Bis Oktober 2023 haben wir den Einladungstext zu unseren Schülerforen zum Thema "Nahost-Region" mit der folgenden Frage begonnen: "Wir leben jetzt im Schatten eines schlimmen Krieges in der Ukraine, hier in Europa. Ist jetzt die Zeit, uns mit einer ganz anderen Region zu beschäftigen?" Nun, nach der dramatischen Eskalation des Israel-Palästina-Konflikts seit dem 7. Oktober 2023 ist diese Frage bzw. die Antwort darauf überflüssig geworden - die Weltgemeinschaft beschäftigt sich seitdem mit kaum einem anderen Thema. Dieser Konflikt bleibt der längste ungelöste der Region mit Streit um Jerusalem und Gaza, Besatzung und Unterdrückung, Siedlungspolitik, Mauerbau, Widerstand, Terror von beiden Seiten und gescheiterten Friedensgesprächen. Wir erleben jetzt - man muss eigentlich sagen "wieder"- sehr großes menschliches Leid in diesem kleinen Land, das so lange und so oft eine wichtige Rolle in der Geschichte der westlichen Welt gespielt hat und wohl auch weiterhin spielen wird. Und ja, es gibt viele Fragen, gegensätzliche Meinungen, Vorwürfe und Beschuldigungen. Dahinter stehen tiefe Emotionen, unterschiedliche, oft unvereinbare religiöse und politische Bestrebungen, die durch Einmischung von Mächten außerhalb der Region verschärft, ja sogar provoziert wurden. Die Folge davon waren und sind immer wieder unzählige Opfer, Flucht und Entwurzelung sowie massive Zerstörungen. In unserem Tutzinger Schülerforum werden wir die Entwicklungsgeschichte dieses Konflikts sowie dessen gesellschaftlich-kulturell-religiöse, politische und psychologische Faktoren, die Lage der Menschenrechte und die Rolle der Medien zusammen behandeln - und zwar mit Berücksichtigung der jüngsten Ereignisse und ihrer Ursachen. Durch dieses tiefgreifende und mit unterschiedlichen Methoden (Expertenvorträge, selbstständiges Forschen, Planspiel, Diskussionen) ausgeführte Schulprojekt sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, komplexe Situationen zu durchschauen. Ziel ist es auch, die jungen Menschen zu ermutigen, sich mit politischen und ethischen Fragen in ihrer eigenen und in anderen Kulturen auseinanderzusetzen sowie die Haltung der jeweiligen Akteure zu verstehen und kritisch zu beurteilen.