Bildung, politische Orientierung und Rechtsradikalismus

30.11.2020 - 02.12.2020 / Tagung Nr. 49-2-20


In Kooperation mit der Katholischen Stiftungshochschule München und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Leitung: Michael Spieker / Krassimir Stojanov / Micha Brumlik

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53


Kann Bildung der Verbreitung von rechtsradikalen Einstellungen und Positionen entgegenwirken? Welche Bildungskonzepte wären dazu am ehesten geeignet? Ist etwa die heute vielerorts laufende Überführung von Bildung in Kompetenzentwicklung als eine Demokratisierung von Bildung und ihren Wirkungsmöglichkeiten zu verstehen? Oder ist sie im Gegenteil als eine Beschneidung der Urteilsfähigkeit der Einzelnen zu bewerten, welche zu einem rapiden Qualitätsverlust bei öffentlichen Diskussionen und politischem Handeln führen muss? Wenn man am Bildungsbegriff als pädagogische Leitkategorie festhalten möchte, um diesen Qualitätsverlust zu verhindern, soll man nicht versuchen, diesen Begriff von der Vorstellung einer nationalen eurozentrischen Hochkultur abzukoppeln, die ausgrenzend in Bezug auf ethnische Minderheiten und soziale Unterschichten ist? Des Weiteren ist zu fragen, wie und auf welchen bildungstheoretischen und bildungsphilosophischen Grundlagen politische Bildung an Schulen konzipiert und implementiert werden soll, die imstande ist, der Entstehung von rechtsradikalen Einstellungen bei Jugendlichen entgegenzuwirken. Oder soll man sich von der Vorstellung gänzlich verabschieden, dass Bildung als Schlüssel zur Akzeptanz und Unterstützung von Demokratie zu verstehen sei, und stattdessen nach anderen - politischen und rechtlichen - Wegen zur Bekämpfung von rechtsradikal-antidemokratischen Tendenzen suchen? Dies sind die Fragen, die im Mittelpunkt der Tagung stehen sollen. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns nach Antworten zu suchen.


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