Tutzinger Medien-Dialog

Die offene Gesellschaft und ihre Gegner

30.11.2018 - 01.12.2018 / Tagung Nr. 48-2-18


Leitung: Michael Schröder / Dagmar Reim

Sekretariat: Simone Zschiegner, Tel: 08158-256-47


Die Digitalisierung der politischen Kommunikation ist eine Herausforderung für unsere Demokratie. Über sog. soziale Netzwerke kommunizieren Politiker und Lobbyisten direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Sie umgehen damit die professionellen Filter und Orientierungshilfen der Medien. Eine der Folgen: das Erstarken des Populismus in den USA und in vielen europäischen Ländern. Es steht in einem engen Zusammenhang mit dem aktuellen radikalen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Angesichts gesellschaftlicher Spaltungstendenzen beklagen viele einen Verfall der öffentlichen Diskussionskultur und des politischen Diskurses. Die Schuld daran sehen sie auch bei Politikern, die oft noch Öl ins Feuer eines aufgeheizten Stimmungsklimas gießen. Wir wollen uns mit den Herausforderungen für alle Medien durch Digitalisierung, Globalisierung, Hate Speech, Shit Storms, Fake News etc. beschäftigen. Wie reagieren journalistische Profis darauf? Welches sind die Strategien, um wieder einen guten Diskurs zu organisieren, der die Gesellschaft eher integriert statt spaltet? Wie können politische Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Medien in digitalen Zeiten bewahrt werden? Und wie kann sich ein gebührenfinanzierter öffentlicher Rundfunk, der für die Integration unserer Gesellschaft wichtig ist, auch in Zukunft legitimieren?


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