Atmosphärische Störungen in der Arktis: Klima - Ressourcen - Geopolitik

11.11.2016 - 13.11.2016 / Tagung Nr. 45-6-16


Leitung: Andreas Kalina

Sekretariat: Alexandra Tatum-Nickolay, Tel: 08158-256-17


Bahnt sich ein neuer '(eis)kalter Krieg' um die Arktis an? Mit dem Zurückschmelzen des arktischen Eisschildes gerät die Nordpolarregion zunehmend in den Fokus internationaler geopolitischer, ökonomischer und ökologischer Interessen. Nicht nur lässt der Klimawandel neue arktische Routen für kommerzielle Schifffahrt erschließen. Vor allem führt er - einhergehend mit der Entwicklung moderner Fördertechnologien - dazu, dass der arktische Ressourcenreichtum neue Begehrlichkeiten und damit auch Konfliktpotenziale weckt. Nicht von ungefähr hat Russland im Sommer 2007 mit einer ebenso spektakulären wie provokanten Platzierung einer russischen Flagge aus Titan in den arktischen Meeresgrund seine Ansprüche auf ein 1,2 Millionen Quadratkilometer großes Territorium am Nordpol unterstrichen und damit die anderen Anrainerstaaten brüskiert und herausgefordert. Vor diesem Hintergrund werden wir in uns den aktuellen geopolitischen Entwicklungen in der Arktis zuwenden. Wir wollen u. a. hinterfragen, inwieweit der Klimawandel tatsächlich ein Gelegenheitsfenster für revidierte nationale Interessenpolitiken bietet: Wie entwickelt sich die Nordpolarregion? Welche Strategien und Ziele verfolgen die Anrai-nerstaaten? Gewährleisten die gegenwärtigen Governance-Strukturen eine hinreichende Rahmung für Kooperation und Konfliktbewältigung? Oder avanciert der Nordpol gar zum Schauplatz eines Klimakonfliktes? Welche Interessen verfolgt hier die Europäische Union im Kontext ihrer Sicherheitsstrategie? Und im Allgemeinen: Welche Rolle spielt der globaler Klimawandel im Rahmen der internationalen Sicherheitspolitik? Wir laden Sie herzlich zu uns an den Starnberger See ein.


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