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27.10.2025 - 29.10.2025 / Tagung Nr. 44-3-25*
iStock/BalkansCat

© iStock/BalkansCat

Neue Heimat Deutschland

Migrationsgeschichte von 1949 bis 1990. Historische und didaktische Zugänge

In Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg

Leitung: Michael Mayer / Christian Kuchler

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel.: 08158 / 256-58

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen sind daher leider nicht möglich.

Migration gehört seit Jahrzehnten zu den zentralen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen in Deutschland. Dabei sind die Debatten oft von aktuellen Fragen geprägt: Wer darf bleiben? Wer soll integriert werden? Was bedeutet überhaupt Integration – und für wen? Häufig geraten dabei die historischen Tiefendimensionen aus dem Blick. Doch ist Migration keineswegs ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Vielmehr prägt sie die Geschichte der Bundesrepublik seit ihrer Gründung 1949 auf vielfache Weise – politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell. Unsere Tagung widmet sich der Geschichte der Migration in Westdeutschland in der Zeit von 1949 bis 1990. In den Blick genommen werden zentrale politische Entscheidungen – etwa das im Grundgesetz verankerte Asylrecht oder die Anwerbeabkommen mit verschiedenen Staaten –, ebenso wie gesellschaftliche Aushandlungsprozesse, Alltagserfahrungen von Migrantinnen und Migranten, Formen des Ankommens, des Bleibens – und auch des Ausschlusses. Ziel ist es, das Thema historisch zu kontextualisieren, zu differenzieren und zugleich anschlussfähig für aktuelle Fragen zu machen. Nicht zuletzt ist die Tagung auch als Plattform für Austausch und Vernetzung gedacht. In Diskussionen, Gruppenarbeiten und beim informellen Gespräch soll Gelegenheit sein, eigene Perspektiven einzubringen und Fragen zu stellen. In Workshops und Diskussionsteilen soll die Tagung zudem einladen, das Thema Migrationsgeschichte in Bildungskontexten historisch zu verorten. Schließlich ist es ein politisch höchst relevantes Thema, das gerade in Schulen viele persönlich betrifft, berührt und herausfordert.