Soziale Ungleichheit als Migrationsfaktor

Binneneuropäische Wanderung und ihre Auswirkungen

27.10.2021 - 28.10.2021 / Tagung Nr. 43-5-21


In Zusammenarbeit mit der Interkulturellen Akademie der Diakonie München und Oberbayern

Leitung: Andreas Kalina / Gudrun Blänsdorf

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

Die Tagung ist komplett ausgebucht!


Der freie Personenverkehr ist eine der zentralen Errungenschaften der Europäischen Union. Durch die Maßnahmen zum Schutz gegen die Corona-Pandemie wurde die Freizügigkeit jedoch zeitweise erheblich eingeschränkt. Gleichzeitig traten in der Pandemie die schwierigen Arbeitsbedingungen von Saisonkräften und Grenzgängern deutlich zu Tage. Dennoch macht die EU-Binnenmigration weiterhin den weitaus größten Teil des Migrationsgeschehens in Europa aus und bleibt für viele Unionsbürgerinnen und -bürger ein Versprechen auf freiere Gestaltung und Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. In unserer Tagung widmen wir uns der Frage, welche Rolle soziale Ungleichheiten für die europäischen Wanderungsprozesse spielen. Noch immer ist das Wohlstandsgefälle in der EU enorm. Auch innerhalb einzelner Staaten gibt es teils große soziale Disparitäten, die zum Push-Faktor für Migration werden können. Im Fokus stehen ebenso Chancen und Herausforderungen der EU-Migration für Arbeitsmarkt und Kommunen in Deutschland wie auch Situation und Perspektiven ausgewählter europäischer Herkunftsländer. Mit Blick auf soziale Ungleichheit als Migrationsfaktor geht es auch um die soziale Dimension der EU. Welche politischen Handlungsmöglichkeiten hat die Union, um mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen? Gibt es - gerade jetzt - Chancen für einen Ausbau der sozialpolitischen Instrumente der EU? Darüber diskutieren wir zum Abschluss der Tagung mit Wissenschaft, Politik und Kommunen. Diskutieren Sie mit!


PDF-Programm