"Es kamen Menschen..."

Flucht und Asyl in Geschichte und Gegenwart

15.10.2020 - 15.10.2020 / Tagung Nr. 42-7-20


In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Museumsakademie und dem NS-Dokumentationszentrum München

Leitung: Michael Mayer / Christoph Huber / Thomas Rink

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

→ Veranstaltung in München


"Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen…", betonte der Schriftsteller Max Frisch schon in den 1960er Jahren und legte damit Wert auf die Feststellung, dass es sich um Individuen mit sehr vielfältigen Schicksalen handelte, die ihre Heimat verließen. Flucht und Asylsuche sind dabei Formen der erzwungenen Migration, die sowohl die Betroffenen als auch die aufnehmenden Gesellschaften vor besondere Herausforderungen stellt. Diese Veranstaltung möchte durch einen historischen Längsschnitt, der bis an die Gegenwart heranreicht, die unterschiedlichen Dimensionen dieser Frage beleuchten. Dies ist gerade für Deutschland von besonderer Bedeutung, da die "Deutschen" in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur Auslöser, sondern auch Opfer von Exil, Flucht und Vertreibung waren, während das Land in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu einem wichtigen Zielland für Flüchtlinge und Asylsuchende wurde. Dabei ist es wichtig, die Geschichte von Flucht und Asyl in Deutschland vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart nicht als humanitäre Erfolgsgeschichte zu schreiben, sondern auch die kontradiktorischen Entwicklungen und Schattenseiten zu diskutieren.


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