Ein Kontinent voller Hoffnung?

Politik und Gesellschaft in Lateinamerika

11.10.2021 - 13.10.2021 / Tagung Nr. 41-2-21


In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) Landesverband Bayern e.V. und den Evangelischen Frauen in Bayern (EFB)

Leitung: Jörg Siegmund / Lieselotte Feller / Katharina Geiger

Sekretariat: Simone Zschiegner, Tel: 08158-256-47


Lateinamerika übt auf europäische Betrachter eine große Faszination aus. Dank gemeinsamer kultureller und religiöser Prägungen und einer über Jahrhunderte verflochtenen Geschichte erscheint uns vieles auf diesem Subkontinent sehr vertraut. Anderes hingegen wirkt auf uns durchaus fremd, manches exotisch, vieles unverständlich, was die Neugier um so mehr entfacht. Aus einer politischen Perspektive zeigen sich in Lateinamerika einige Phänomene, die auch die europäischen Gesellschaften herausfordern, früher und intensiver – etwa der zunehmende Populismus, das Wiedererstarken nationalistischer Haltungen und die Sympathien für autoritäre Politikangebote. Dabei zählt die Region nach wie vor zu den demokratischsten der Welt, so dass die lateinamerikanischen Staaten für Europa aufgrund der gemeinsamen Werte wichtige Partner in den internationalen Beziehungen sind. Dieser Blick auf Lateinamerika von außen, der den Subkontinent nicht zu Unrecht als Einheit wahrnimmt, darf zugleich die große Vielfalt nicht überdecken, die die Staatengemeinschaft südlich des Río Grande kennzeichnet und die das Entstehen einer gemeinsamen Identität in dieser Region verhindert. Mehr noch: Der Blick auf Lateinamerika muss offen sein für die enormen Dynamiken, die sich in den dortigen Gesellschaften, in Politik, Kultur und Wirtschaft entfalten. Denn Lateinamerika ist trotz vielerlei Stagnation immer auch eine Region des Wandels gewesen.


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