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24.09.2026 - 24.09.2026 / Tagung Nr. 39-5-26
Illustration Havva Doksar

© Illustration Havva Doksar

Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica

In Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München

Leitung: Severin Furtmayr / Havva Doksar

Sekretariat: Maria Theresia Seebauer, Tel.: 08158 / 256-17

Die Fachtagung „Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica“ beleuchtet die Rolle von Erinnerungskultur als zentralen Bezugspunkt moderner Demokratien und europäischer Gesellschaften und bindet dabei aktiv Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein. Dabei wird Erinnerung nicht nur als rückblickendes Gedenken verstanden, sondern als dynamischer gesellschaftlicher Prozess. Sie prägt kollektive Identitäten, macht historische Verantwortung sichtbar und spielt eine zentrale Rolle bei der Vermittlung demokratischer Werte über Generationen hinweg. Ein besonderer Fokus der Tagung liegt auf dem Genozid von Srebrenica im Jahr 1995. Die Auseinandersetzung mit diesem Verbrechen verdeutlicht die anhaltende Aktualität europäischer Erinnerungskultur, auch jenseits des historischen Bezugsrahmens des Holocaust. Sie steht für die Anerkennung des Leids der Opfer und ihrer Angehörigen, für die Bewahrung historischer Wahrheit und für die Verpflichtung, zukünftiger Gewalt entgegenzuwirken. Die Tagung bietet Raum für wissenschaftlichen Austausch und gesellschaftliche Diskussion. Impulsvorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Rolle von Erinnerungskultur in Europa und fragen nach ihrer Bedeutung für Demokratie, Toleranz und eine gemeinsame europäische Wertebasis. Die Beiträge von Zeitzeugen und Überlebenden aus Srebrenica verleihen der Tagung eine besondere Eindringlichkeit und machen Erinnerung auf unmittelbare und bewegende Weise erfahrbar.