Zentrum gegen Peripherie

Auseinanderdriftende Regionen im digitalen Zeitalter

18.09.2020 - 19.09.2020 / Tagung Nr. 38-5-20


Leitung: Andreas Kalina

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

Die Tagung ist komplett ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.


Deutschland scheint immer weniger ein Land der Gleichwertigkeit zu sein denn vielmehr eines zunehmender Verwerfungen. Dies trifft auch auf die sich verschärfenden regionalen Ungleichheiten unter den Bedingungen des demografischen Wandels, digitaler Transformation und des Klimawandels zu: Urbane Großräume wachsen, das Land schrumpft weiträumig, die Gegensätze zwischen West und Ost, aber auch zwischen Nord und Süd verstetigen sich. Die Herstellung und Wahrung "gleichwertiger Lebensverhältnisse" mutet immer utopischer an. Ausgehend von der Bestandsaufnahme der demografischen, sozioökonomischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Spreizung von Zentrum und Peripherie werden wir nach den Auswirkungen dieser Disbalancen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die politische Kultur und das Demokratieverständnis fragen. Neben den Herausforderungen sollen insbesondere auch die Gestaltungsaufgaben und -chancen im Mittelpunkt stehen: Inwieweit bergen die gegenwärtigen Transformationen neue Potenziale für abdriftende Regionen - oder: beschleunigen sie vielmehr zentrifugale Trends? Wie können Bund und Länder auch künftig ihrer "Verantwortung für die Fläche" als Kernelement des Sozialstaates nachkommen? Wie kann das Verhältnis von Wachstums-, Ausgleichs- und womöglich Schrumpfungspolitik neugestaltet werden? Welche neuen Denkansätze und Regeln für den ländlichen Raum erfordert die heutige Situation? Insgesamt: Wie bringt man Zentrum und Peripherie nachhaltig miteinander in Einklang? Wir laden Sie herzlich an den Starnberger See ein, um gemeinsam mit unseren namhaften Gästen diese Kernfragen des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhalts zu debattieren.


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