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10.09.2026 - 11.09.2026 / Tagung Nr. 37-3-26
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Schutzbedürftig, aber ausgeliefert?

(Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter

In Kooperation mit dem Forschungsverbund "Diversitätsgerechter Privatheitsschutz in digitalen Umgebungen (DiversPrivat)"

Leitung: Andreas Kalina / Martin Hennig

Sekretariat: Maria Theresia Seebauer, Tel.: 08158 / 256-17

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft grundlegend – doch sie trifft Menschen keineswegs gleichermaßen. Während Künstliche Intelligenz, Algorithmen und komplexe Datenströme den Alltag zunehmend prägen, gerät die digitale Selbstbestimmung immer stärker unter Druck. Besonders vulnerable Gruppen – etwa Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Migrationsgeschichte oder kognitiven Einschränkungen – sind überproportional von Risiken wie Kontrollverlust über persönliche Daten, Desinformation, Überwachung oder algorithmischer Diskriminierung betroffen. Wie lassen sich Privatheit und Selbstbestimmung wirksam schützen, wenn traditionelle Datenschutzkonzepte an ihre Grenzen stoßen? Welche politischen, rechtlichen und technischen Antworten stärken Menschen, die aufgrund struktureller oder individueller Voraussetzungen über geringere Handlungsspielräume verfügen? Diesen Fragen widmet sich unsere Fachtagung. Sie kartiert digitale Verwundbarkeiten, beleuchtet sie aus interdisziplinärer Perspektive und entwickelt neue Schutzkonzepte für besonders gefährdete gesellschaftliche Gruppen. Ziel ist es, im Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, (Sozial-) Verbänden und Zivilgesellschaft praxisorientierte Handlungsempfehlungen für einen zeitgemäßen Datenschutz zu entwerfen.