Die Geschichte der Partizipation in Deutschland

14.01.2019 - 16.01.2019 / Tagung Nr. 3-1-19*


Lehrkräftefortbildung in Kooperation mit der ALP Dillingen

Leitung: Michael Mayer / Gisela Becker

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

Anmeldung über die ALP Dillingen

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.


Gesellschaftliche Teilhabe war lange Zeit ein Minderheitenphänomen, nur sehr privilegierte Bevölkerungsteile konnten politische und soziale Prozesse grundlegend und selbstbestimmt gestalten. Seit dem Zeitalter der Amerikanischen und Französischen Revolution aber nahmen die Partizipationsmöglichkeiten zumindest von Männern, die den gesellschaftlichen Vorstellungen von "Normalität" entsprachen, immer weiter zu. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelang es dann auch den Frauen, die den gesellschaftlichen Forderungen entsprachen, erweiterte Partizipationsmöglichkeiten zu erreichen. Erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, vermehrt aber seit den 1960er Jahren, konnten auch Menschen, die dem Standard der Mehrheitsgesellschaft nicht entsprachen, mehr und mehr an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben. Diese Tagung untersucht die longue durée dieses Prozesses, wobei der Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhundert gelegt wird. Dabei wollen wir uns fragen, welche Faktoren die Entwicklung befördert haben und welche strukturellen Hindernisse es auf dem Weg zur umfassenden gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen gegeben hat. Neben Fachvortrag und Diskussion ist eine intensive Reflexion der Unterrichtspraxis unter didaktischen und methodischen Gesichtspunkten beabsichtigt. Erwartet wird eine aktive Mitarbeit bei der Vorbereitung einer schulinternen Multiplikation der Lehrgangsergebnisse Seien Sie herzlich nach Tutzing geladen.


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