Sprache und Politik

Innovationen, Instrumentalisierungen und Polarisierungen im öffentlichen Diskurs

12.07.2019 - 13.07.2019 / Tagung Nr. 28-3-19


In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft e.V. (DGfP)

Leitung: Ursula Münch / Manuel Fröhlich / Jörg Siegmund

Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel: 08158-256-53

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Sprache ist das zentrale Medium der Politik. Erst die Befähigung zur Sprache ermöglicht Menschen politische Handlungen in einem anspruchsvollen Sinne. Diese Einsicht hat die Politikwissenschaft seit Aristoteles beschäftigt. Sprache konstituiert gemeinsame Lebenswelten, Werte und Normen. Sie repräsentiert Meinungen und Interessen. Sprache verdichtet in Erzählungen, Reden und Texten politische Inhalte und durchdringt alle Dimensionen des Politischen - sie ist Voraussetzung, Mittel und Resultat von Politik. Zu den Aufgaben der Politikwissenschaft gehört seit jeher die Analyse und Kritik politischer Sprache. Politikwissenschaft ist in diesem Sinne auch notwendigerweise Sprachwissenschaft: Wörter machen Politik, Vokabeln erschließen Weltdeutung und Motivlagen, Wortverlust bedeutet Machtverlust und die Vermessung der Grenzen des Sagbaren markiert zentrale Orientierungspunkte politischer Kultur. Der Imperativ, Worte und Sprache ernst zu nehmen, stellt alle Teilbereiche der Politikwissenschaft vor konzeptionelle, methodische und empirische Herausforderungen. Die 37. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft e.V. beschäftigt sich vor diesem Hintergrund mit dem konstitutiven Zusammenhang von Sprache und Politik. Wir freuen uns, Sie aus diesem Anlass in Tutzing am Starnberger See zu begrüßen.


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