Denken am See: Die gespaltene Gesellschaft

Kann es einen sozialen Frieden in Deutschland geben?

11.07.2018 - 13.07.2018 / Tagung Nr. 28-2-18*


In Zusammenarbeit mit der IG Metall und dem KAB Bildungswerk

Wolfgang Quaisser / Thomas Ressel / Gerhard L. Endres / Klaus Heimann

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.


Die 45 reichsten Haushalte in Deutschland besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, dies hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin errechnet. Die Einkommen und Vermögen driften zunehmend auseinander, am Arbeitsmarkt wächst der Anteil atypisch und häufig prekär Beschäftigter, die Ungleichheit im Bildungssystem wächst. Ungleichheit und soziale Abstiegsängste gefährden die politische Stabilität und die demokratische Partizipation. Die Risse der Gesellschaft zeigen sich auch im Sport, besonders krass im Fußball: Auf der einen Seite stehen die Fans, die ihr Herz an einen Club oder Fußballer hängen und viel Geld für Tickets ausgeben, auf der anderen Seite die Sportler mit ihren gigantischen Einkünften und die Clubs, die sich gern bodenständig geben. In Wahrheit jedoch sind es große Unternehmen, die Millionenumsätze erreichen. Was machen Millionentransfers wie der Naymar-Wechsel - 222 Millionen Euro - mit den Fans und der demokratischen Grundordnung? Wieviel Spaltung verträgt die Gesellschaft? Wie ist es bestellt um den sozialen Frieden in Deutschland? Dies sind einige der zentralen Fragen, die wir bei unserem Workshop "Denken am See" behandeln und zu dem wir herzlich einladen. Für den Start in die geplanten Diskussionsphasen haben wir uns jeweils ausgewiesene Experten eingeladen. Die Besonderheit der Akademie am Starnberger See soll genutzt werden, um Menschen zusammenzuführen, die üblicherweise nicht miteinander debattieren. Wir setzen bewusst auf Tiefgang, nicht auf Plätschern an der Oberfläche. Also, wir versprechen geistige Herausforderungen ... nicht mehr und nicht weniger.


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