Ökonomische Konvergenz und Divergenz in Europa

08.07.2016 - 10.07.2016 / Tagung Nr. 27-2-16


Leitung: Wolfgang Quaisser

Sekretariat: Heike Schenck, Tel: 08158-256-46


Handelsliberalisierung, freier Kapitalverkehr sowie die Mobilität der Arbeitskräfte fördern Wirtschaftswachstum und wirtschaftliche Konvergenz zwischen Staaten aber auch Regionen. Dieser neoklassische Theorieansatz ist die wichtigste ökonomische Grundlage für die europäische Einigung. Wirtschaftliche Integration ist demnach nicht nur für reiche, sondern auch für ärmere Mitgliedsländer bzw. Regionen förderlich. Diese Theorie geht allerdings von restriktiven Annahmen aus und steht deshalb vielfach in der Kritik. Ein anderer Ansatz verweist auf die Wirkung von Agglomerations- und Skaleneffekten, die der Konvergenzthese entgegenstehen. Empirisch sind beide Entwicklungstrends zu beobachten. So konnte man in der Europäischen Union über viele Jahrzehnte feststellen, wie sich Mitgliedsländer ökonomisch annäherten, dann jedoch in den Jahren nach der Finanz- und Schuldenkrise wieder auseinander entwickelten. Ähnliches gilt für einige monetäre Konvergenzkriterien, deren Erfüllung als Voraussetzung angesehen wurde, an der Europäischen Währungsunion teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, ob die Europäische Union wirtschaftlich, sozial und letztlich auch politisch zusammenwächst oder eher auseinanderdriftet und welche Faktoren für den jeweiligen Entwicklungstrend verantwortlich sind. Fragen der realwirtschaftlichen sowie monetären Konvergenz werden auf dem Seminar ebenso behandelt wie die Folgen von Wanderungsbewegungen und die Konsequenzen der Finanzmarktintegration. Wirtschaftshistorische Aspekte und Wirkungen der EU-Struktur- und Kohäsionspolitik sind weitere Themenbereiche. Die Tagung schließt mit Einschätzun­gen zu neueren politischen Entwicklungen in der EU.


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