Sprachkrise und Bildung

Zur Bildung und symbolischen Produktion der Kindheit aus dem Geiste der Sprachlosigkeit

29.06.2022 - 01.07.2022 / Tagung Nr. 26-4-22*


Deutsch-französisches Kolloquium in Kooperation mit der Universite Paris 1 - Pantheon Sorbonne

Leitung: Michael Spieker / Bruno Haas

Sekretariat: Alexandra Tatum-Nickolay, Tel: 08158-256-17

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.


Im 18. Jahrhundert entsteht die moderne Vorstellung von Kindheit, parallel dazu wird die Pädagogik im deutschen Sprachraum erstmals zur universitären Disziplin und Erziehung und Unterricht mehr und mehr an den kindlichen Bedürfnishorizont angepasst. Von Beginn an ist die Formierung des neuen Kindheits- und Bildungsverständnisses von Reflexionen über die Sprache begleitet: Sei es durch die Inauguration des Muttersprachenunterrichts in der deutschen Reformpädagogik durch Basedow oder in Pestalozzis Methoden der Moralerziehung und seiner umfänglichen Spracherwerbstheorie, sei es bei der Durchsetzung der modernen Linguistik und Philologie durch Wilhelm von Humboldt, der der Sprache einen herausgehobenen Platz im Bildungsgang zuweist.


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