19. Passauer Tetralog: Die neue Radikalität: Substanz und Verfall des politischen Stils

Ein Gespräch mit Alois Glück, Sigmund Gottlieb, Michael Lerchenberg und Werner J. Patzelt. Moderation: Heinrich Oberreuter

19.06.2016 - 19.06.2016 / Tagung Nr. 24-3-16


In Zusammenarbeit mit der Universität Passau und den Europäischen Wochen Passau

Leitung: Heinrich Oberreuter / Manfred Schwarzmeier

Sekretariat: SWOHLHAUPTER, Tel: 08158-256-0

→ Außenveranstaltung in Passau, Eintritt frei!


Wer findet schon Geschmack an der Politik und ihren Auseinandersetzungen - guten Geschmack gar? Dabei ging es in Deutschland über die Jahrzehnte grundsätzlich gesittet zu. Wo anderswo z.B. Tätlichkeiten im Parlament nicht außergewöhnlich waren, galt hierzulande stets das Wort, durchaus auch das streitbare. Streit um das Bessere macht Politik aus. Wer nur seine eigene Wahrheit kennen will, hält ihn gerne für stillos, und für guten Stil nur das, was ihm selber nützt. Demokratie funktioniert so nicht. Unleugbar sind, über politischen Streit weit hinausgehend, grenzüberschreitende Radikalisierungen in die politische Kommunikation eingebrochen, die nicht nur 'stillos' sind, sondern auch verächtliches und intolerantes Denken offenbaren: ein Denken, das sich in der Praxis durch einen besonderen Kommunikations- und Verhaltensstil Ausdruck verschafft. Begründet sich eine neue Normalität, an die wir uns gewöhnen müssen? Wie läßt sich dem widerstehen?


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