Soziale Arbeit - (K)ein Ort der Menschenrechte?

13.06.2018 - 15.06.2018 / Tagung Nr. 24-2-18


In Zusammenarbeit mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule München

Leitung: Michael Spieker / Annette Eberle

Sekretariat: Alexandra Tatum-Nickolay, Tel: 08158-256-17


Erfahrungen existentieller Gewalt wirken lange nach und verändern nicht nur das Leben der direkt Betroffenen oder deren Angehöriger. Sie prägen auch nachhaltig Gesellschaften und Nationen. Individuelle Strategien des Überlebens in Folge von Kriegen, Genoziden oder Ausbeutung und Unterdrückung stehen mit kollektiven Strategien in einer besonderen Wechselwirkung. Die Shoa gilt hier als herausragendes historisches Ereignis. In ihrer Folge wurde systematisch darüber nachgedacht, in welcher Weise Menschenrechtsverletzungen soziale Strukturen und gesellschaftliche Werte wie auch individuelle Haltungen und Verhaltensweisen grundlegend hinterfragen und erschüttern. Bis heute wird in den Humanwissenschaften die Auseinandersetzung darüber in voneinander getrennten Diskursen geführt. Erfahrungen des Überlebens im Kontext von Ausbeutung, Krieg oder Genozid wie auch über die sich daraus ergebende besondere individuelle und soziale Situation der Überlebenden werden in der Zeitgeschichte und bezogen auf Erinnerungs- und Gedenkkultur (Nationalsozialismus und Shoa), in der Psychologie (Bibliotherapie, Traumatherapie) und in der Sozialen Arbeit (Beratung, Ansätze der Selbstermächtigung) thematisiert.


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