Dialog mit dem "Dagegenbürger"?

Herausforderungen und Strategien der politischen Kommunikation

23.05.2016 - 24.05.2016 / Tagung Nr. 21-2-16


In Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Kommission in München

Leitung: Andreas Kalina / Joachim Menze

Sekretariat: Alexandra Tatum-Nickolay, Tel: 08158-256-17


Ist politische Kommunikation zur Sisyphosarbeit des 21. Jahrhunderts geworden? Egal, ob es um das europäische Integrationsprojekt oder die nationale Flüchtlingspolitik, um internationale Handelsabkommen oder um regionale Infra­strukturprojekte geht: mehr Emotionen denn Argumente scheinen die Debatten und den Austausch zu dominieren. Politische Entscheidungsträger glauben zunehmend rück­wärtsorientierten Dagegenbürgern entgegenzustehen. Doch auch umgekehrt: Bürger fühlen sich in ihren Belangen von den Führungseliten in Politik und Wirtschaft nicht ernst genommen oder gar ignoriert. Sie sind oft überzeugt, gegen eine Wand anzureden. Mehr noch: Neue Medien und Plattformen potenzieren diese Entwicklung und verändern nochmals den Charakter und die Qualität der Kommunikation: Sie wird kurzlebiger, oft verkürzt, Hauptsache pointiert. Differenzierte Informa­tionsvermittlung scheint immer weniger zu verfangen, umso mehr hingegen Inhalte mit Potenzial zur Aufwiegelung und Entrüstung. Weniger der Dialog denn vielmehr das einseiti­ge, plakative Statement avanciert zum Grundpfeiler der (post)moder­nen 'Kommunikation'.


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