Verfolgung - Diskriminierung - Emanzipation

Homosexualität in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg

26.05.2017 - 28.05.2017 / Tagung Nr. 21-1-17


In Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Leitung: Michael Mayer / Michael Schwartz

Sekretariat: Heike Schenck, Tel: 08158-256-46


Die Geschichte der Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen in Europa ist für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch unzureichend erforscht. Der Grund hierfür liegt wohl auch darin, dass häufig vorschnell angenommen wird, dass es in modernen Demokratien nur begrenzte Diskriminierungen geben könne. Dabei demonstriert allein schon die ungebrochene Kontinuität des NS-Homosexuellenstrafrechts und seiner Praktizierung in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik, dass auch demokratisch legitimierte Verfolgungen möglich waren. Schwerpunkt der Tagung ist die Geschichte der Homosexualität(en) in der Bundesrepublik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, jedoch werden exemplarisch auch die DDR, Großbritannien, Österreich und Polen in die Analyse einbezogen. Insgesamt soll damit eine integrierte Geschichte der Homosexualität(en) entstehen, die neueste Erkenntnisse über Verfolgung, Diskriminierung und Selbstbehauptung homosexueller Männer und Frauen im Hinblick auf Politik, Gesellschaft und Kultur vereint und diskutiert. Seien Sie herzlich zu dieser Tagung nach Tutzing geladen.


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