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Die neue geopolitische Realität
Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?
In Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein und den Tschechischen Zentren Berlin und München
Leitung: Andreas Kalina / Zuzana Jürgens / Jiri Rosenkranz
Sekretariat: Viktoria Aratsch, Tel.: 08158 / 256-47
Die Tagung ist ausgebucht! Eine Anmeldung ist nur noch auf Warteliste möglich.
Die Europäische Union navigiert gegenwärtig durch eine neue geopolitische Realität, welche ihre inneren Strukturen und ihre Position in der globalen Ordnung fundamental herausfordert. Inmitten dieser tektonischen Verschiebungen treten tiefe ideologische und politische Gräben zutage, die sich mit besonderer Vehemenz im Zentrum des Kontinents manifestieren.Diese Zäsur erfordert es, die „Mitte Europas“ politisch und normativ neu zu vermessen. Dabei rücken insbesondere die Dynamiken innerhalb der Visegrád-4-Staaten in den Fokus, deren oft divergierende Positionen zum Integrationskurs und zur Sicherheitspolitik sinnbildlich für die Spannungen im Herzen der Union stehen. Zwischen nationalen Souveränitätsansprüchen, europäischen Integrationsversprechen, unterschiedlichen Demokratievorstellungen und massivem äußeren Einflussdruck sieht sich die Region existenziellen Weichenstellungen gegenüber. Ist sie Brückenraum, Konfliktfeld oder gar Sollbruchstelle zwischen West und Ost? Unsere Tagung greift diese und weitere Fragen auf, um historische Tiefenlinien freizulegen, Gegenwartsdiagnosen zu schärfen und Szenarien für die Zukunft eines Raumes zu entwickeln, der mehr denn je über das Schicksal des europäischen Projekts entscheiden könnte.
