Soziale Spaltung in Deutschland und Europa

Fortbildung für Seminarlehrkräfte für Sozialkunde am Gymnasium in Kooperation mit der ALP Dillingen

10.04.2019 - 12.04.2019 / Tagung Nr. 15-3-19*


Lehrkräftefortbildung in Kooperation mit der ALP Dillingen

Leitung: Michael Schröder / Gisela Becker / Wolf Weigand

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58

Anmeldung über die ALP Dillingen

* Fester Teilnehmerkreis. Zusätzliche Anmeldungen nur nach Rücksprache mit dem Tagungssekretariat.


Die Einkommen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren weiter auseinanderentwickelt. Diese Spreizung ist entstanden, weil der Anteil der Haushalte unter der Armutsgrenze deutlich zugenommen hat. Mittlerweile gelten rund 17 Prozent der Menschen in Deutschland als einkommensarm. Auf der anderen Seite ist der Anteil der Haushalte gestiegen, die ueber der statistischen Reichtumsgrenze liegen. Und von denen liegen 95 Prozent in Westdeutschland. Dauerhafte Armut kommt in Ostdeutschland etwa sechs Mal so haeufig vor wie in den alten Bundeslaendern. Und ältere und alleinerziehende Frauen sind besonders haeufig von Armut betroffen. Auch in Europa hat der sozialpolitische Sprengstoff im Zuge der Eurokrise zugenommen. Obwohl sich die Europäische Union (EU) zuletzt wirtschaftlich etwas stabilisiert hat, so ist das Maß an sozialer Gerechtigkeit in weiten Teilen der Union gesunken. Vor allem in den südeuropäischen Ländern ist es nicht gelungen, die Lasten der Krisenbekämpfung in Form harscher Einschnitte einigermaßen gerecht zu verteilen. Generell gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle bei der sozialen Gerechtigkeit in Europa. Neben diesem inhaltlichen Schwerpunkt stehen aktuelle und praktische Fragen der Seminarausbildung wie die Bewertung des kompetenzorientierten Unterrichts im Mittelpunkt unserer Tagung.


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