Streitfall Türkei

Innenpolitik - Europapolitik - Sicherheitspolitik

24.03.2017 - 26.03.2017 / Tagung Nr. 12-5-17


Leitung: Andreas Kalina / Anja Opitz

Sekretariat: Heike Schenck, Tel: 08158-256-46


Die Türkei hat mit ihrer Staatsgründung 1923 die Entwicklung zu einem modernen, säkularen und europäisch orientierten Staat angetreten und durchläuft seitdem einen Modernisierungsprozess, der ihre Gesellschaft, Politik und Wirtschaft grundlegend verändert. Zu ihrem 100-jährigen Bestehen 2023 möchte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Republik stabiler, demokratischer, friedlicher und gerechter präsentieren. Sein Weg zu diesem Ziel: Abschied von der parlamentarischen Demokratie und Einführung eines Präsidialsystems mit weitreichenden Machtbefugnissen für ihn, den Präsidenten. Diese Entwicklungen ziehen gravierende innen- wie außenpolitische Folgen nach sich. Vielen Beobachter verschwimmt das Bild von der Türkei als Partner Europas, als Vermittler zwischen der arabischen Welt und dem Westen sowie als freiheitliche Demokratie, die es vermag, kulturelle und religiöse Vielfalt zu vereinen. Manche sehen es gar in Auflösung. Nicht zuletzt die massiven innenpolitischen Folgen des Putschversuches vom 15. Juli 2016, aber auch eine scheinbar von Europa abgewandte Außenpolitik drohen aus westlicher Sicht, das Land international zu isolieren. In unserer Veranstaltung setzen wir uns differenziert mit der Entwicklung in der Türkei und deren Wechselwirkungen auf die europäisch-türkischen Beziehungen auseinander, fragen nach Hintergründen und Motiven. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und freuen uns darauf, Sie in der Akademie am Starnberger See zu begrüßen.


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