Politische Meinungsbildung im Netz

Social Media, Fake News und die Kommunikation in Blasen

21.03.2022 - 23.03.2022 / Tagung Nr. 12-2-22


Lehrkräftefortbildung in Kooperation mit der ALP Dillingen

Leitung: Andreas Kalina / Christian Mayr

Sekretariat: Antonia Kreitner, Tel: 08158-256-58

Anmeldung über die ALP Dillingen


In einer zunehmend digitalen Lebenswelt gehören Phänomene wie Kommunikation in Blasen, Fake News und die Verbreitung von Verschwörungsmythen zum Alltag. Informationen, aber auch private Meinungen verbreiten sich ungefiltert und in Sekundenbruchteilen über den gesamten Globus und können sofort online abgerufen werden. Oft werden Inhalte, Meinungen und Einstellungen unreflektiert gelikt oder gar übernommen. Dies gilt auch für Hasskommentare oder „postfaktische“ Aussagen, die scheinbar fundiertes Wissen präsentieren. Der öffentliche Diskurs erodiert zusehends in fragmentierte Arenen, in denen Algorithmen und Bots zur selektiven Wahrnehmung verführen. Digitale Miniöffentlichkeiten drohen zu selbstreferenziellen Echokammern zu verkommen, zwischen denen es weniger einen abwägenden Meinungsaustausch gibt als eine eskalierende Polarisierung. Letzten Endes drohen die Entwicklungen zur Erosion von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu führen. In unserer Veranstaltung setzen wir uns mit den Wurzeln dieser Phänomene auseinander. Wir werden u. a. danach fragen, wie die Eigentümlichkeiten digitaler Kommunikation im Allgemeinen und Soziale Netzwerke im Besonderen die gesellschaftliche Meinungsbildung beeinflussen. Wie verändern sich Sprache und Debattenkultur – und welche Auswirkungen haben diese Wandlungsprozesse wiederum auf den öffentlichen Kommunikationsraum? Welcher Kompetenzen und Fähigkeiten des Einzelnen bedarf es, um als Kommunikator und Medienkonsument diesen (Fehl-)Entwicklungen nicht zu erliegen, sondern idealerweise gegenzusteuern?


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