Deutschland bleibt was?

Identität zwischen Abgrenzung und Anerkennung

10.03.2017 - 11.03.2017 / Tagung Nr. 10-3-17


Leitung: Michael Spieker

Sekretariat: Heike Schenck, Tel: 08158-256-46


Deutschland, das ist zunächst einmal bloß ein Name für ein Land. Wer aber fragt, was Deutschland ist, der fragt nicht nach einer geografischen Angabe, sondern nach den Vorstellungen, Ideen und Daten, die mit dem Land verbunden sind. Und es liegt nahe, das auf dem negativen Weg zu bestimmen, indem man angibt, was Deutschland nicht ist. Doch wer ist legitimiert, zu bestimmen, wo hier die Grenzen verlaufen? Und kann es dabei darum gehen, einen fixen Katalog von Eigenschaften zu verzeichnen, oder muss die Bestimmung einer kollektiven Identität stets ein Moment der Dynamik beinhalten? In der Debatte um die Identität Deutschlands wird die Auseinandersetzung darüber, was „gemeinschaftliche Identitäten“ eigentlich sind, allzu schnell übersprungen. In der Folge wird Schutz für etwas eingefordert, wovon man noch gar nicht genau weiß, was es ist. Unklar ist dann auch, ob und, wenn ja, wie es überhaupt möglich ist, Menschen auf eine bestimmte Kultur zu verpflichten. Mit unserer Tagung wollen wir Gelegenheit zur Rückfrage geben: Wie bildet sich kollektive Identität? Was bedeutet Vielfalt im Zusammenhang mit Identität? Geht es dabei um etwas Naturwüchsiges oder um eine Gestaltungsaufgabe? Welche Rolle haben Bildungsbemühungen und welche Rolle hat das Recht? Sozialpsychologen, Politikwissenschaftler, Philosophen, Künstler und ein Ministerialdirigent suchen nach Antworten. Wir laden Sie herzlich ein mit zu suchen.


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