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13. Filmgespräch am See: Fragile Räume in Kunst und Kultur

Mit Margarethe von Trotta, Bettina Brokemper und Florian Weghorn

Kunst entsteht als fragiler Prozess, der ständig mit starren institutionellen Logiken, Algorithmen und einem wandelbaren Kanon kollidiert. Um den kreativen Prozess geht es beim 13. Filmgespräch am See im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals. Am 13. September diskutieren in der Akademie für Politische Bildung Margarethe von Trotta, Bettina Brokemper und Florian Weghorn über "Fragile Räume in Kunst und Kultur".

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 06.08.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/CaiaimageChrisRyan

Programm: Kultur am See: 13. Filmgespräch am See

Kunst entsteht selten aus einem Guss - ihr Werden ist fragil, an vielen Stellen zugleich. Die Offenheit des Schaffens trifft auf die Planungslogik der Institutionen. Förderanträge verlangen ein Ergebnis, bevor der Prozess überhaupt ein solches erwarten lässt. Eine einzelne Besprechung, ein flüchtiges Kuratieren kann die Wahrnehmung eines Werks über Jahre bestimmen, während manchmal das Werk selbst dahinter verschwindet. Heute entscheiden Algorithmen über Sichtbarkeit und KI nutzt Werke als Rohstoffe, jeweils ohne von Qualität annähernd soviel zu verstehen wie von Wahrscheinlichkeiten. Und der Kanon selbst trägt sich nur so lange, wie die Deutungsmacht ihn hält. Disruptionen, technische und formal-kreative, zeitgeistige und politische, müssen Kreative überwinden, sie gestalten, sie nutzen. Über dieses Tragen und Zerbrechen des kreativen Prozesses sprechen Regisseurin Margarethe von Trotta, Filmproduzentin Bettina Brokemper und Florian Weghorn, Chief of Staff der Berlinale in der Akademie für Politische Bildung beim "13. Filmgespräch am See: Fragile Räume in Kunst und Kultur" am 13. September im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals.

Margarethe von Trotta ist Regisseurin, Schauspielerin und Drehbuchautorin. Sie ist u.a. bekannt für ihre Rollen in Produktionen von Rainer Werner Fassbinder und ihre Arbeit als Regisseurin von z.B. "Ingeborg Bachmann - Reise in die Wüste". 2022 wurde sie mit dem Europäischen Filmpreis für ihre Lebenswerk ausgezeichnet. Mit ihr sitzt die Filmproduzentin Bettina Brokemper auf dem Podium. Zu ihren größten Erfolgen gehören "Bal - Honig" (Goldener Bär 2010) und "Hannah Arendt" (Deutscher Filmpreis in Silber 2013). Die Fachzeitschrift The Hollywood Reporter nannte Brokemper 2023 eine der "40 Most Influential Women in International Film". Florian Weghorn vervollständigt das Podium. Er ist seit Juli 2024 der Chief of Staff der Berlinale und arbeitet eng mit Tricia Tuttle und dem Managementteam an der strategischen Entwicklung des Festivals. Moderiert wird das 13. Filmgespräch am See von Kathleen Hildebrand, Redakteurin im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

Alle Infos zum 13. Filmgespräch am See "Fragile Räume in Kunst und Kultur"

Die Akademie für Politische Bildung lädt am Sonntag, 13. September um 14 Uhr (Einlass und Getränke ab 13.30 Uhr) zum 13. Filmgespräch "Fragile Räume in Kunst und Kultur" nach Tutzing am Starnberger See ein. Tickets sind kostenlos erhältlich über das Online-Ticketing. Eine telefonische Reservierung ist nicht möglich.

Redaktionen erhalten jeweils ein Ticket für berichterstattende Journalistinnen und Journalisten sowie eines für Fotografinnen und Fotografen und wenden sich zur Anmeldung bitte bis Mittwoch, 9. September 2026, an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).        

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

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