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(Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter

Tagung zu digitaler Selbstbestimmung

Wie lassen sich Privatheit und Selbstbestimmung wirksam schützen, wenn traditionelle Datenschutzkonzepte an ihre Grenzen stoßen? Mit diesem Thema befasst sich die Tagung "Schutzbedürftig, aber ausgeliefert? (Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Diversitätsgerechter Privatheitsschutz in digitalen Umgebungen (DiversPrivat)" vom 10. bis 11. September.

Tutzing / Einladung / Online seit: 31.07.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: KI-generiert, Gemini

Programm: Schutzbedürftig, aber ausgeliefert?

Online-Anmeldung

Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft grundlegend - doch sie trifft Menschen keineswegs gleichermaßen. Während Künstliche Intelligenz, Algorithmen und komplexe Datenströme den Alltag zunehmend prägen, gerät die digitale Selbstbestimmung immer stärker unter Druck. Besonders vulnerable Gruppen - etwa Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Migrationsgeschichte oder kognitiven Einschränkungen - sind überproportional von Risiken wie Kontrollverlust über persönliche Daten, Desinformation, Überwachung oder algorithmischer Diskriminierung betroffen. Wie also lassen sich Privatheit und Selbstbestimmung wirksam schützen, wenn traditionelle Datenschutzkonzepte an ihre Grenzen stoßen? Welche politischen, rechtlichen und technischen Antworten stärken Menschen, die aufgrund struktureller oder individueller Voraussetzungen über geringere Handlungsspielräume verfügen? Inwieweit führt die Berücksichtigung vulnerabler Gruppen zu einem erhöhten Schutzniveau für die Gesamtgesellschaft? Diesen Fragen widmet sich die Tagung "Schutzbedürftig, aber ausgeliefert? (Daten-) Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit dem Forschungsverbund "Diversitätsgerechter Privatheitsschutz in digitalen Umgebungen (DiversPrivat)" vom 10. bis 11. September.

Digitale Selbstbestimmung und Vulnerabilität

Inwiefern digitale Selbstbestimmung unter KI-Bedingungen Herausforderungen für Ethik und Moral darstellt, thematisiert Petra Grimm von der Hochschule der Medien Stuttgart. Der Frage, wer eigentlich vulnerabel in der digitalen Welt ist, stellen sich Jutta Croll von der Stiftung Digitale Chancen, Lukas Naegeli von der Universität Passau sowie Elisa Lindinger vom Superrr Lab im Podiumsgespräch. Über die Wechselwirkungen von (sozialer) Ungleichheit und digitalen Risiken sprechen Karoline Reinhardt von der Universität Passau und Roland A. Stürz vom Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation. Im Abendgespräch widmen sich Till Eckert von Correctiv, Nicole Krämer von der Universität Duisburg-Essen und Maria Pawelec von der Eberhard Karls Universität Tübingen den neuen Bedrohungen für besonders gefährdete Gruppen.

Neue Schutzkonzepte für das digitale Zeitalter

Weshalb ein zentrales Datenschutzprinzip nicht mehr funktioniert, behandeln Christian Geminn von der Universität Kassel, Jessica Heesen von der Eberhard Karls Universität Tübingen, Tobias Keber, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg sowie Isabelle Stroot von Bitkom e.V. Wie Politik und Zivilgesellschaft die Privatheit von vulnerablen Gruppen schützen können diskutieren u.a. Claudia Mandrysch vom AWO Bundesverband e.V. und Paul F. Nemitz, der als langjähriger Chefberater in der Europäischen Kommission den EU-Datenschutz maßgeblich mitgeprägt hat.

Innovationswerkstatt zu Schutzkonzepten

Den Fokus auf den Schutz von Kindern und Jugend legt Susanne Witte vom Deutschen Jugendinstitut. In einer zweiten Werkstatt befassen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Leitung von Clara Strathmann von der Universität Duisburg-Essen mit Schutzkonzepten für Seniorinnen und Senioren. Luisa Schmied von der Universität Kassel rückt Menschen mit kognitiven Einschränkungen ins Zentrum des Workshops.

Alle Infos zur Tagung "Schutzbedürftig, aber ausgeliefert? (Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 10. bis 11. September zur Tagung "Schutzbedürftig, aber ausgeliefert? (Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.

Kontakt

Maria Theresia Seebauer
Tel: 08158 / 256-17
m.seebauer@apb-tutzing.de

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