Europäische Erinnerungskultur am Beispiel von Srebrenica
Tagung zu Verantwortung und Zukunft
An was erinnern wir und wie kann dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft geschlagen werden? Darum geht es bei der Fachtagung "Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica" am 24. September der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit dem Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 29.07.2026
Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: Illustration Havva Doksar
Programm: Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica
Die Tagung beleuchtet die Rolle von Erinnerungskultur als zentralen Bezugspunkt moderner Demokratien und europäischer Gesellschaften und bindet dabei aktiv Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein. Erinnerung wird nicht nur als rückblickendes Gedenken verstanden, sondern als dynamischer gesellschaftlicher Prozess. Sie prägt kollektive Identitäten, macht historische Verantwortung sichtbar und spielt eine zentrale Rolle bei der Vermittlung demokratischer Werte über Generationen hinweg. Ein besonderer Fokus der Fachtagung "Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica" am 24. September liegt auf dem Genozid von Srebrenica im Jahr 1995, mit Beiträgen von Zeitzeugen und Überlebenden aus Srebrenica.
Chancen und Herausforderungen der Erinnerungskultur
Markus Gloe von der Ludwigs-Maximilians-Universität München beleuchtet in seinem Vortrag die gegenwärtigen Chancen und Herausforderungen der Erinnerungskultur. Über Srebrenica als europäische Erinnerung in der Bildungsarbeit referiert Havva Doksar, ebenfalls von der LMU München. Die EU-Erweiterungspolitik mit Fokus auf Bosnien und Herzegowina thematisiert Wolfgang Bücherl von der Vertretung Deutschlands in der Europäischen Kommission. Über Genozid und Kriegsverbrechen in Bosnien und Herzegowina spricht Hikmet Karcic von der Universität Sarajevo.
Erinnerungskultur als Brückenbauer
Im ersten Workshop befasst Markus Gloe sich mit der Erinnerungskultur als Instrument europäischer Wertevermittlung, während Almasa Salihovic vom Srebrenica Mermorial Center Erinnerungsarbeit zwischen Vergangenheit und Zukunft behandelt. In einer zweiten Workshopphase widmet sich Hasan Hasanovic vom Srebrenica Memorial Center Augenzeugenberichten als ein Element von Erinnerungskultur. Jonas Mages von der Europäischen Janusz Korczak Akademie bespricht in seinem Workshop digitale Lebensräume. In der abschließenden Podiumsdiskussion debattieren Havva Doksar, Wolfgang Bücherl und Hikmet Karcic sowie Hasan Hasanovic und Almasa Salihovic über die europäische Seite der Erinnerung an Srebrenica.
Alle Infos zur Tagung "Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica"
Die Akademie für Politische Bildung lädt am 24. September zur Tagung "Verantwortung und Zukunft: Europäische Erinnerungskultur am Beispiel Srebrenica" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar:
Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.
Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 40 Euro (ermäßigt 25 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).
Die Akademie für Politische Bildung
Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.
