Menu

Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung

Tagung zum neuen Wir

Wie ändern sich Gemeinschaftsformen in Zeiten des digitalen Wandels? Die Tagung "Das neue Wir!? Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. geht vom 27. bis 28. Juli dieser und weiteren Fragen nach.

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 09.07.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/Rawpixel

Programm: Das neue Wir!?

Der digitale Wandel verändert den sozialen Raum. Die Tagung "Das neue Wir!? Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung" der Akademie für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Bayerischen Volkshochschulverband e.V. widmet sich vom 27. bis 28. Juli den Verschiebungen von Gemeinschaftsformen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Prozesse der Vergemeinschaftung unter digitalen Bedingungen verändern und welche Rolle Technologie dabei im Verhältnis zu sozialen, kulturellen und politischen Faktoren spielt. Aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven werden sozialräumliche Entwicklungen, demokratiegefährdende Dynamiken und neue Formen virtueller Gruppenbildung in den Blick genommen. Anhand konkreter Beispiele wird diskutiert, wie politische Gemeinschaften heute entstehen und handeln.

Gemeinschaft und Digitalisierung

Mit einem Einstieg zur Gemeinschaftsbildung im digitalen Wandel unter der Leitung von Maximilian Nominacher von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit beginnt die Tagung. Im Anschluss spricht Diane Ahrens von der TH Deggendorf darüber, was die Digitalisierung im ländlichen Raum für die Gemeinschaft leisten kann - und was nicht. Rainer Knapp vom Deutschen Alpenverein berichtet aus der Praxis und stellt mit alpenverein.digital die Einführung von einheitlichen digitalen Services vor. Über Erfahrungen, die Gemeinschaftsbildung durch digitale Kommunikation in der Praxis betreffen, referiert Julia Mantler vom Bayerischen Bauernverband.

Gruppenbildungsprozesse und Demokratie im virtuellen Raum

Über Identitätsbildung durch virtuelle Gemeinschaften spricht Adrian Lüders vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim. Maik Fielitz vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena beschäftigt sich mit Gruppenbildungsprozessen im digitalen Raum. Mit der Frage, wie sich soziale Netzwerke demokratieförderlich gestalten lassen, befasst sich Franziska Pradel von der TU München. Über den transformativen Einfluss großer KI-Sprachmodelle auf Informationsökosysteme und den Regulierungsbedarf spricht Ramak Molavi Vasse’i vom Zentrum für Digitalrechte und Demokratie.

Alle Infos zur Tagung "Das neue Wir!? Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 27. bis 28. Juli zur Tagung "Das neue Wir!? Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar. 

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 105 Euro (ermäßigt 60 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

Kontakt
Weitere News

13. Filmgespräch am See: Fragile Räume in Kunst und Kultur
Mit Margarethe von Trotta, Bettina Brokemper und Florian Weghorn


Schwache Institutionen - starke Akteure?
Zwischen Rechtsstaat, Resilienz und Weltordnung


(Daten-)Schutz und vulnerable Gruppen im digitalen Zeitalter
Tagung zu digitaler Selbstbestimmung


Boden als Gemeingut
Zwischen Privateigentum, Gemeinwohl und kommunaler Verantwortung


Europäische Erinnerungskultur am Beispiel von Srebrenica
Tagung zu Verantwortung und Zukunft