Deutschlands und Europas Außenpolitik unter Druck
Tagung zu zentralen Spannungsfeldern
Mit welchen aktuellen Herausforderungen sehen sich die deutsche und die europäische Außenpolitik konfrontiert? Die Tagung "Deutschlands und Europas Außenpolitik unter Druck: Interessen, Abgängigkeiten, Handlungsspielräume" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der International Association for the Study of German Politics (IASGP) geht dieser und weiteren Fragen vom 24. bis 25. Juli nach.
Tutzing / Einladung / Online seit: 26.06.2026
Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: Istock/DesignRage
Die Tagung nimmt zentrale Spannungsfelder in den Blick, die politisches Handeln zunehmend prägen: eine internationale Ordnung im Wandel, wachsende geoökonomische Abhängigkeiten und steigende Erwartungen an europäische Handlungsfähigkeit. Im Zentrum stehen Fragen nach der Rolle Deutschlands in einer fragmentierten Union, nach den realistischen Grenzen strategischer Autonomie sowie nach den strukturellen Voraussetzungen außenpolitischer Entscheidungsfähigkeit. Zugleich werden wirtschaftliche Verwundbarkeit, sicherheitspolitische Abhängigkeiten und die Wirksamkeit außenpolitischer Instrumente kritisch beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk der Tagung "Deutschlands und Europas Außenpolitik unter Druck: Interessen, Abhängigkeiten, Handlungsspielräume" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der International Association for the Study of German Politics (IASGP) vom 24. bis 25. Juli liegt dabei auf den Zielkonflikten und Dilemmata, die sich aus dem Anspruch ergeben, Werte, Interessen und sicherheitspolitische Notwendigkeiten miteinander zu verbinden.
Deutschlands Rolle in der EU und deren strategische Autonomie
Mit ihrem Vortrag zu Deutschlands Rolle in einer fragmentierten EU thematisiert Lisa-Marie Geltinger von der Universität Regensburg den Zwiespalt des Landes zwischen Führungsansprach und struktureller Überforderung. Celia Burgdorff vom Institut des hautes études de défense nationale befasst sich mit der Multipolarität und fragt, wie viel strategische Autonomie für die EU realistisch ist.
Außenpolitik im Realitätscheck: Drei Thesen auf dem Prüfstand
Mit der ersten von drei unbequemen Thesen zur deutschen und europäischen Rolle in der Außenpolitik beschäftigt sich Jakob Hensing vom Global Public Policy Institut. Er fragt, ob Europa zwischen Afrika und China gestalten statt regieren sollte. Mit der Frage, ob Sanktionen reine Symbolpolitik sind und den Grenzen des wirtschaftlichen Drucks auf Autokratien setzt sich Christian Sigl von der Universität Regensburg auseinander. OTL i.G. Martin Lammert von Bundeswehrplanungsamt Berlin spricht über Europas strategischem Dilemma: der Sicherheit ohne Souveränität
Handlungsfähigkeit und Lobbyismus
Mario Mandlik von der Universität Regensburg fragt, was von der Zeitenwende bleibt, wenn die Handlungsfähigkeit unter Druck ist. Zudem befasst sich Doris Dialer, Consumer Affairs Attachée at Permanent Representation of Austria to the EU, mit der Regulierung des ausländischen Lobbyismus in der EU.
Alle Infos zur Tagung "Deutschlands und Europas Außenpolitik unter Druck: Interessen, Abhängigkeiten, Handlungsspielräume"
Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 24. bis 25. Juli zur Tagung "Deutschlands und Europas Außenpolitik unter Druck: Interessen, Abhängigkeiten, Handlungsspielräume" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.
