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Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?

Tagung über die neue geopolitische Realität

Ist die Mitte Europas Brückenraum, Konfliktfeld oder gar Sollbruchstelle zwischen West und Ost? Darüber diskutieren Fachleute auf der Tagung "Die neue geopolitische Realität: Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?" vom 8. bis 9. Mai an der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein und den Tschechischen Zentren Berlin und München.

Tutzing / Einladung / Online seit: 30.03.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: KI-generiert, ChatGPT

Programm: Die neue geopolitische Realität

Online-Anmeldung

Die Europäische Union navigiert gegenwärtig durch eine neue geopolitische Realität, die ihre inneren Strukturen und ihre Position in der globalen Ordnung fundamental herausfordert. Inmitten dieser tektonischen Verschiebungen treten tiefe ideologische und politische Gräben zutage, die sich mit besonderer Vehemenz im Zentrum des Kontinents manifestieren. Diese Zäsur erfordert es, die "Mitte Europas" politisch und normativ neu zu vermessen. Dabei rücken insbesondere die Dynamiken innerhalb der Visegrád-4-Staaten in den Fokus, deren oft divergierende Positionen zum Integrationskurs und zur Sicherheitspolitik sinnbildlich für die Spannungen in der Union stehen. Zwischen nationalen Souveränitätsansprüchen, europäischen Integrationsversprechen, unterschiedlichen Demokratievorstellungen und massiven äußeren Einflüssen sieht sich die Region existenziellen Weichenstellungen gegenüber. Bei der Tagung "Die neue geopolitische Realität: Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit dem Adalbert Stifter Verein und den Tschechischen Zentren Berlin und München geht es vom 8. bis 9. Mai darum, historische Tiefenlinien freizulegen, Gegenwartsdiagnosen zu schärfen und Szenarien für die Zukunft eines Raumes zu entwickeln, der mehr denn je über das Schicksal des europäischen Projekts mitentscheiden könnte.

Der Blick zurück

Über die geopolitischen Spannungsfelder von 1815 bis zur Gegenwart referiert Miloš Řezník von der Technischen Universität Chemnitz. Florian Töpfl von der Universität Passau wirft einen Blick auf emotionalisierte Russlandbilder. Beim Abendgespräch und der Finissage sind die kulturellen Brücken, der Adel und Europa das große Thema. Andreas Kalina von der Akademie für Politische Bildung und Zuzana Jürgens vom Adalbert Stifter Verein sprechen u.a. mit dem Historiker Martin Posselt.

Gegenwart und Zukunft

In seiner Keynote spricht der Chefredakteur von Visegrad Insight Wojciech Przybylski über "Europe Between Illiberal Nationalism and Europeanism: Competing Visions of Integration". Der Leiter der Delegation der Europäischen Union in der Schweiz und in Liechtenstein, Andreas Künne, und Jirí Cistecky, Botschafter der Tschechischen Über "Die Zerreißprobe der Europäischen Union: Innere Spannungen und äußere Einflussnahme" diskutieren auf dem Podium:

  • Jirí Cistecky (Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland)
  • Andreas Künne (Leiter der Delegation der Europäischen Union in der Schweiz und in Liechtenstein)
  • Ellen Bos (Andrássy Universität Budapest)
  • Florian Töpfl (Universität Passau)

In seinem Impulsvortrag spricht Misha Glenny, britisch-irischer Journalist und Rektor des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, über die Mitte Europas und ihre Rolle zwischen West und Ost. Darauf folgen verschiedene Szenarienworkshops, die einen Blick in die Zukunft wagen.

Alle Infos zur Tagung "Die neue geopolitische Realität: Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 8. bis 9. Mai zur Tagung "Die neue geopolitische Realität: Eine Zerreißprobe für die Mitte Europas?" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.

Kontakt

Viktoria Aratsch
Tel: 08158 / 256-47
v.aratsch@apb-tutzing.de

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